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Lexikon

Landwirtschaft ganz nah: Beim Ackerbauern


Im Monatsthema Juni erfährst du alles über Landwirtschaft. Aber weißt du auch, wie Landwirtinnen und Landwirte arbeiten? Konstantin hat einige von ihnen besucht und nimmt dich heute mit auf einen modernen Ackerbau-Betrieb.

Wenn der Traktor mitdenkt: Beim Ackerbauern

Hof Kneer liegt zwischen Getreidefeldern. Die silbernen Türme sind Silos, in denen nach der Ernte das Getreide gelagert wird. (Foto: Sixta Görtz)
Hof Kneer zwischen Getreidefeldern im Frühjahr

Im Bergischen Land im Bundesland Nordrhein-Westfalen hat Familie Kneer einen Ackerbaubetrieb. Auf 200 Hektar Ackerfläche baut Bernd Kneer verschiedene Getreidesorten, Raps, Zuckerrüben und Ackerbohne an. Seine Söhne Sebastian und Benedikt helfen ihm dabei - und ein paar besonders clevere Landmaschinen.  

Möglichst wenig Dünger für möglichst viele Pflanzen

Dieser clevere Traktor gehört den Kneers. In den beiden grünen Metallarmen verstecken sich Sensoren, die erkennen, ob es den Pflanzen gut geht. (Foto: Sixta Görtz)
Traktor mit Stickstoffsensor.
Der Dünger wird in einem Anhänger hinter dem Traktor hergezogen. Gedüngt werden nur die Pflanzen, die es nötig haben. (Foto: Sixta Görtz)
Düngebehälter.

Wenn Bernd Kneer und seine Söhne wissen wollen, wie viel Dünger das Getreide braucht, dann fragen sie ihren Traktor. Der hat nämlich einen sogenannten Stickstoff-Sensor und kann messen, ob die Pflanzen grün genug sind. Wenn die Farbe stimmt, brauchen die Landwirte keinen Dünger aufzubringen. Wenn nicht, helfen sie nach. Aber dazu brauchen sie nur gerade so viel Dünger wie unbedingt notwendig, denn der Computer an Bord ihres Traktors hat die Menge genau berechnet.

Gut für die Natur

Möglichst wenig Dünger soll für möglichst viele Pflanzen reichen - das ist gut für die Landwirte, denn so müssen sie weniger Düngemittel kaufen und verdienen mit ihrer Ernte mehr Geld. Und gut für die Natur ist es auch, denn zu viel Dünger ist ein Problem: Wenn die Pflanzen die Nährstoffe aus dem Dünger nicht aufnehmen können, werden diese ins Grundwasser und in die Gewässer gespült - und das ist schlecht für Pflanzen und Tiere. Also kommt es darauf an, nur gerade so viel zu düngen wie die Pflanzen verbrauchen. So bleiben die Nährstoffe in der Pflanze und nicht im Wasser.

Roboter, die Unkraut jäten können

An den Bildschirmen kann Sebastian unter anderem ablesen, wie viel Dünger oder Pflanzenschutzmittel er an welcher Stelle auf den Feldern anwenden muss. (Foto: Sixta Görtz)
Computerbildschirme im Führerhaus des Traktors.
In diesen Silos wird das Getreide nach der Ernte gelagert. Klar, dass die vier Türme voller Technik stecken: Sie können das Getreide kühlen und trocknen. Und das Beste: Bernd Kneer steuert die Technik vom Handy aus. (Foto: Sixta Görtz)
Vier Getreidesilos aus Edelstahl auf dem Hof Kneer

Genauso funktioniert es beim Pflanzenschutz: Der Computer an Bord berechnet genau, wie viel gespritzt werden muss. Doch Pflanzenschutzmittel sind umstritten, weil sie auch für Insekten schädlich sein können. Immer mehr Mittel werden verboten. Für die Kneers steckt auch hier die Lösung in der Technik.

Roboter mit Solarantrieb

Schon jetzt legt die Saatmaschine die Saatkörner mithilfe der Computer an Bord des Traktors in immer genau dem gleichen Abstand in die Erde. In Zukunft könnte ein mit Sonnenenergie angetriebener Roboter durch die Reihen fahren und das Unkraut zwischen den Jungpflanzen jäten. Solche Roboter gibt es schon. Noch werden sie erprobt, aber bald wird man sie auch kaufen können. Chemie gegen Unkraut - das könnte dann fast überflüssig werden.  

Wie eine Drohne Leben rettet

Rehkitze verstecken sich bei Gefahr im hohen Gras und halten ganz still. Vom Traktor aus sind sie nicht zu sehen. Doch eine Wärmebildkamera kann sie aufspüren. (Foto: gemeinfrei)
Rehkitz im hohen Gras.

Und auch, wenn die Kneers ihre Wiesen mähen, kommt die Technik zum Einsatz. Denn: Besonders im Frühsommer verstecken sich Rehkitze und junge Feldhasen im hohen Gras. Vom Traktor aus sind die Tiere nicht zu sehen. Damit sie trotzdem nicht vom Mähwerk erfasst und getötet werden, lassen die Landwirte früh morgens vor dem Mähen eine Drohne mit Wärmebildkamera über die Wiese fliegen. Dann werden die versteckten Jungtiere mit Fahnen markiert - und die Kneers fahren einfach drum herum.

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(Grafik: BfN)
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(Foto: Sixta Görtz)
Kuh auf Gut Karpenhaus.

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