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Fall der Woche: Insekten zählen

In Deutschland gibt es 33.000 verschiedene Insektenarten. Willst du wissen, wie viele verschiedene Krabbler in eurem Garten leben? Dann mach mit beim "Insektensommer" des Naturschutzbundes!

"Insektensommer" vom 31. Mai bis 9. Juni

Jedes Jahr Anfang Juni und Anfang August veranstaltet der Naturschutzbund "NABU" eine Zählaktionen für Insekten: Den "Insektensommer". Dieses Jahr startet die erste Aktion am 31. Mai und endet am 9. Juni. Mitmachen kann jeder - setz dich einfach an einem sonnigen, warmen und möglichst windstillen Tag eine Stunde lang in euren Garten und beobachte und zähle Insekten. Ihr habt keinen Garten? Nicht schlimm: Auch ohne Garten kannst du mitmachen. Such dir ein schönes Plätzchen in deiner Nähe - auf dem Spielplatz, im Park, auf dem Schulhof, am Feld- oder Waldrand.

Das brauchst du

Der NABU hat eine Zählhilfe vorbereitet, in die du alle gesichteten Insekten eintragen kannst. Zusätzlich kannst du noch eine Lupe gebrauchen, um dir die Krabbler genauer anzuschauen.

Lade dir hier die Zählhilfe herunter.

Welches Insekt ist das?

Du weißt zwar, wie eine Hummel aussieht, hast aber keine Ahnung, welche Hummelarten es gibt? Kein Problem. Insekten sind sehr vielfältig. Klar, dass da nicht jeder ein Insekten-Experte sein kann. Deshalb hat der NABU acht Insektenarten herausgesucht, die bei uns häufig vorkommen und leicht zu erkennen sind. Auf diese Insekten sollen alle Beobachter besonders achten. Dazu gehören zum Beispiel die beiden Schmetterlingsarten "Admiral" und "Tagpfauenauge", die Florfliege und der "Asiatische Marienkäfer". Außerdem gibt es noch einen Extra-Bestimmungsauftrag für die Feuerwanze.

Neben den vorgeschlagenen Arten darfst du natürlich auch alle anderen Insekten melden, die an deinem Beobachtungsplatz vorbeikommen.

Wie zählt man eigentlich Ameisen und Mücken?

Ameisen oder Mücken zählen? Das geht doch gar nicht! - Genau. Bei großen Tiergruppen kannst du unmöglich jedes einzelne winzige Insekt zählen. Aber darauf kommt es auch gar nicht an. Selbst Menschen, die Insekten erforschen, machen oft nur Schätzungen, wenn sie die Tiere nicht zählen können. Wenn du also Ameisen oder Mücken melden willst, dann versuche einfach, ungefähr abzuschätzen, wie viele es sind.

Wozu eine Insekten-Zählaktion?

Die Zahl der Insekten nimmt in Deutschland seit Jahren ab. Dabei übernehmen sie in der Natur viele wichtige Aufgaben. : Sie bestäuben zum Beispiel die Blüten, so dass Obst und Gemüse wachsen können. Ohne Bienen, Fliegen, Käfer und Schmetterlinge könnten wir keine Erdbeeren, Äpfel oder Tomaten essen. 80 Prozent aller Blütenpflanzen brauchen Insekten, um sich zu vermehren. Nur bei wenigen Pflanzen wird der Pollen durch den Wind von Pflanze zu Pflanze getragen. Außerdem durchmischen Insekten den Boden, so dass aus abgestorbenen Pflanzenteilen wieder gute Erde werden kann. Und schließlich dienen sie vielen anderen Tierarten als wichtigste Nahrung.

Insektenzahlen gehen zurück

Doch die Gesamtmasse der Insekten geht zurück. Insektenkundige Menschen haben festgestellt, dass heute nur noch etwa ein Viertel so viele Insekten herumfliegen wie noch vor 25 Jahren. Das kann schlimme Auswirkungen auf die Natur haben - wenn wir nichts dagegen tun.

Insekten in Deutschland

Der Naturschutzbund NABU möchte wissen, ob die Insektenzahlen weiterhin zurückgehen und ob das auch für solche Insekten gilt, die bei uns eigentlich sehr häufig vorkommen sollten. Je mehr Menschen deutschlandweit mitmachen, desto besser kann man sich hinterher auf die gesammelten Zahlen verlassen - und desto mehr sagen sie darüber aus, wie es um die Insekten in Deutschland steht.

Warum gibt es weniger Insekten als früher?

Warum es heute viel weniger Insekten gibt als früher erfährst du hier:

Insekten in Gefahr!

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Frage der Woche vom 28. Mai bis 4. Juni
Wie heißt die Wanze mit dem rot-schwarzen Muster?
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...Insekten.

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Dein Aktionsplan für Insekten

Wie funktioniert die Bestäubung?

Mit ihrem Duft und oft auffälligen Farben locken die Blüten Insekten an. Doch um an den süßen Nektar heranzukommen, muss das Insekt in die Blüte hinein krabbeln. Dabei berührt es den Staubbeutel, in dem der Pollen steckt. Ein wenig Pollen bleibt nun am Insekt hängen. In der nächsten Blüte streift das Insekt den Pollen wieder ab. Jetzt ist die Blüte bestäubt und kann Früchte und Samen bilden.

Übrigens:

Manche Pflanzen tragen mehr und größere Früchte, wenn sie nicht nur von einer, sondern von mehreren Insektenarten bestäubt werden.

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