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Lexikon

Pangolin

Das unbekannte Schuppentier

Ein Pangolin aus Mosambique, der sein Jungtier Huckepack trägt. (Foto: Mauritius Images)
Pangolin mit Jungtier

Hast du schon mal vom Pangolin gehört? Die bizarren Schuppentiere leben in den Regenwäldern, Savannen und Steppen von Afrika und Asien. Es gibt acht verschiedene Arten. Ihre traurige Gemeinsamkeit: Sie sind die meistgejagten Säugetiere der Welt.

Ameisen und Termiten: Aufgepasst!

Ein Pangolin aus dem Regenwald von Malaysia. (Foto: Piekfrosch cc-by-sa 3.0)
Pangolin klettert einen Baumstamm hinauf

Pangoline haben einen dicken Schuppenpanzer, lange Grabkrallen an den Vorderpfoten und eine spitze Schnauze mit einer extrem empfindlichen Nase und einer sehr langen Zunge. So ausgerüstet schnüffeln sie nach Ameisen- und Termitennestern. Sie können die Verstecke der Insekten unter Erde und Baumrinde aufspüren. Kaum hat ein Pangolin einen unterirdischen Ameisenbau entdeckt, gräbt er sich bis zu den Leckerbissen durch und schnappt sie sich mit seiner langen Zunge. Sehr praktisch: Augen, Ohren und Nase kann der Pangolin beim Fressen fest verschließen. So können ihm die wehrhaften Insekten nichts anhaben.

Von Wilderern gejagt: Pangoline in Gefahr

Pangolin in Afrika. (Foto: David Brossard cc-by-sa 2.0)
Pangolin auf einem Weg in Afrika
Pangoline können sich zu einer Kugel zusammenrollen. Dann haben selbst Raubkatzen keine Chance, die Tere zu verletzen. (Foto: gemeinfrei)
Pangolin als eingerollte Kugel
Säcke voller Pangolinschuppen in Kamerun, Afrika. Die Schuppen wurden bei Schmugglern entdeckt.(Foto: Linh Nguyen Ngoc Bao cc-by-sa-3.0)
Pangolinschuppen in Säcken

Bei Gefahr rollt sich der Pangolin zu einer gepanzerten Kugel zusammen. Da haben selbst die spitzen Zähne einer Raubkatze keine Chance. Doch gegen seinen schlimmsten Feind, den Menschen, hilft ihm das wenig: Pangoline sind zwar streng geschützt, aber das hält Wilderer nicht davon ab, trotzdem Jagd auf sie zu machen. Heute gelten Pangoline als die am stärksten gewilderten Säugetiere weltweit. Ihre Zahl ist in den letzten Jahren extrem zurück gegangen. Heute sind alle asiatischen Pangolinarten vom Aussterben bedroht, die afrikanischen sind gefährdet.

Warum wird der Pangolin gewildert?

Pangolinschuppen gelten als Heilmittel - nicht nur in der Heimat der Tiere, sondern auch in der traditionellen chinesischen Medizin. Obwohl längst bewiesen ist, dass die Schuppen keine Wirkung haben, stößt der Zoll immer wieder auf riesige Mengen geschmuggelter Pangolin-Schuppen.

Zum Glück gibt es Ranger, die die Tiere zumindest in den Nationalparks in Afrika und Asien beschützen. In Simbabwe zum Beispiel kümmern sich Naturschützer um Pangoline, die vor Wilderern gerettet wurden. Jeder Helfer betreut ein Pangolin - 24 Stunden am Tag.

Mehr wissen?

Mehr über den Pangolin erfährst du bei Abenteuer Regenwald:

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(Foto: gemeinfrei)
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