Bundesamt für Naturschutz BfN

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Lexikon

Was ist Naturschutz?


(Foto: Joefrei cc-by-sa 3.0)
Eisvogel im Schwebflug

Beim Naturschutz geht es um den Schutz der wild lebenden Tiere, wild wachsenden Pflanzen und der Lebensräume. Wichtigstes Ziel des Naturschutzes ist es, die biologische Vielfalt auf der Erde zu erhalten oder wieder herzustellen.

Warum schützen wir die Natur?

Menschen empfinden Natur als etwas Schönes und wollen sie schützen. (Foto: Foto: Sixta Görtz)
Minifrosch auf Kinderhand
Die Natur tut etwas für uns: Insekten bestäuben Blüten. (Foto: gemeinfrei)
Honigbiene an Kornblume.
(Andreas Gruhl / fotolia)
Blumenwiese
Tiere und Pflanzen sind wertvoll. (Foto: gemeinfrei)
Stieglitz auf Dornenzweig

Natur ist schön

Die meisten Menschen finden Natur schön und fühlen sich in der Natur wohl. Sie gehen gerne in den Wald, machen Picknick auf einer Wiese oder paddeln im Kanu über einen Fluss. In der Natur können sich die Menschen vom Alltag erholen. Das ist ein Grund, warum wir die Natur schützen wollen.

Natur tut etwas für uns

Die Natur tut viele lebenswichtige Dinge für uns: Pflanzen reinigen die Luft und schützen den Boden. Sie stellen uns Nahrung, Baumaterial und Medizin zur Verfügung. Insekten bestäuben die Pflanzen, so dass diese Früchte tragen können. Der Boden filtert unser Trinkwasser. Bäume spenden uns Schatten. In sauberen Seen kann man an heißen Tagen baden.

Natur ist wertvoll

Jede Tier- und Pflanzenart ist wertvoll und wichtig für andere Arten - egal ob sie hübsch ist oder hässlich, weich und flauschig oder stachelig. Je mehr verschiedene Tier- und Pflanzenarten auf der Erde leben können, desto besser funktioniert das Zusammenleben zwischen ihnen - und desto besser kann die Natur ihre Aufgaben erfüllen. Deshalb ist es das wichtigste Ziel des Naturschutzes, die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten - die biololgische Vielfalt - zu erhalten oder wieder herzustellen.

Was bedeutet "biologische Vielfalt"? Das kannst du hier lesen.

Wie funktioniert Naturschutz und wer macht ihn eigentlich?

Im Nationalpark werden Landschaften unter besonderen Schutz gestellt. (Foto: Sixta Görtz)
Nationalparkschild auf Norderney
Viele Menschen setzen sich in ihrer Freizeit für den Naturschutz ein. Hier siehst du eine Familie, die für den Naturschutzverein "NABU" mit dem Fernglas Vögel beobachtet und zählt. (Foto: Sebastian Hennigs / NABU)
Familie beobachtet Vögel während der Nabu-Aktion "Stunde der Gartenvögel"
Das Bundesamt für Naturschutz ist eine staatliche Naturschutzbehörde. (Collage: BfN)
Landschaft und BfN-Logo

Landschaften sind Lebensräume von Pflanzen und Tieren. Deshalb werden Teile von Landschaften, in denen besonders viele verschiedene oder seltene Tiere und Pflanzen leben, unter Schutz gestellt. Das ist eine wichtige Methode des Naturschutzes. Auch die Tier- und Pflanzenarten selbst stehen manchmal unter Naturschutz. Das bedeutet dann zum Beispiel, dass diese Tiere nicht gejagt und die Pflanzen nicht gepflückt werden dürfen.

Naturschützer machen Projekte zum Schutz einzelner Arten oder Lebensräume, pflegen Naturschutzgebiete, informieren die Menschen über seltene Pflanzen und Tiere und darüber, wie man sie schützen kann, arbeiten mit Landwirten und Unternehmen zusammen, beraten Verwaltungen und vieles mehr.

Bestimmte Aufgaben des Naturschutzes müssen staatliche Organisationen übernehmen - wie zum Beispiel das Bundesamt für Naturschutz oder die Naturschutzbehörden der Bundesländer, Landkreise und Städte. Andere Aufgaben werden von Naturschutzvereinen übernommen. Darin setzen sich viele Menschen in ihrer Freizeit für den Naturschutz ein.

Wichtige Grundlagen für den Schutz der Natur

Pilze sammeln ist erlaubt. So steht es im Bundesnaturschutzgesetz. (Foto: gemeinfrei)
Hand mit zwei Steinpilzen.
Zugvögel werden von der "Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten" geschützt. (Foto: gemeinfrei)
Zugvögel am Abendhimmel
Logo einer Konferenz zur Konvention über die Biologische Vielfalt.(Logo: COP 13)
Logo der Vertragsstaatenkonferenz in Cancun 2016)
Laut Roter Liste gilt er als "gefährdet": Der Wolfsmilchschwärmer. (Foto: René Schmidt cc-by-sa 4.0)
In der Roten Liste wird der Feldhamster als "vom Aussterben bedroht" geführt. (Foto: Holger Duty / piclease)
Feldhamster

Bundesnaturschutzgesetz

Für den Naturschutz in Deutschland gibt es ein Gesetz. Es heißt "Bundesnaturschutzgesetz". Darin ist zum Beispiel geregelt, wer für den Naturschutz zuständig ist oder was ein Naturschutzgebiet ist. In dem Gesetz steht aber zum Beispiel auch, dass man Heilkräuter oder Pilze pflücken darf, aber dass es verboten ist, wild lebende Tiere ohne Grund zu fangen und zu töten.

Internationale Abkommen

Viele Tierarten wandern über Grenzen - wie zum Beispiel die Zugvögel. Auch Lebensräume können in verschiedenen Ländern liegen - wie zum Beispiel das Wattenmeer in der Nordsee. Deshalb müssen sich die Länder untereinander auf Regeln einigen. Internationale Regelwerke nennt man "Abkommen" oder "Konventionen". Beispiele dafür sind die "Ramsar-Konvention", die Feuchtgebiete schützt oder die "Bonner Konvention" zum Schutz wandernder Tierarten. Das wichtigste internationale Abkommen zum Schutz der Natur ist die "Konvention über die Biologische Vielfalt" , die in fast allen Ländern der Erde gilt.

Lies hier mehr zur "Konvention über die Biologische Vielfalt"

Die Rote Liste

Die Rote Liste ist kein Gesetz, sondern ein Informationswerk. Wenn man Tiere und Pflanzen schützen will, dann muss man zuerst einmal wissen, wie selten oder häufig bestimmte Arten in Deutschland eigentlich sind. Darüber gibt die "Rote Liste" Auskunft, für die viele Menschen in Deutschland regelmäßig Daten sammeln. Ungefähr alle zehn Jahre werden die Listen aktualisiert. Die Rote Liste ist eine Grundlage für Naturschutzarbeit und beeinflusst Gesetze.

Lies hier mehr über die Rote Liste.

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(Grafik: BfN)
Konstantin mit Lupe

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(Foto: Franz Menger / pixelio.de)
Blumen am Feldrand.

Hier erfährst du mehr über die biologische Vielfalt und warum sie so wichtig ist

Zur biologischen Vielfalt.

Welche Aufgaben hat das Bundesamt für Naturschutz? Das erfährst du hier:

Bundesamt für Naturschutz.

Lies hier, was der Unterschied zwischen Naturschutz, Umweltschutz und Tierschutz ist:

Naturschutz, Umweltschutz, Tierschutz

Hier kannst du mehr über die internationalen Abkommen zum Schutz der Natur lesen:

Zur Konvention über die biologische Vielfalt

Zum Washingtoner Artenschutz-Abkommen

Zur Konvention über den Schutz wandernder Tierarten.