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Lexikon

Seltsames bei den Insekten


(Foto: gemeinfrei)
Raupe an Blatt

Die Welt der Insekten wirkt auf uns absonderlich. Das liegt daran, dass sich diese Tiergruppe besonders stark von uns Säugetieren unterscheidet.

Hast du das gewusst? Sonderbares aus der Welt der Insekten

Manche Wanderameisen bauen keine Nester, sondern bilden ein Nest aus Körpern. (Foto: Geoff Gallice cc-by 2.0)
Biwak von Wanderameisen
(Foto: gemeinfrei)
Hummel im Anflug auf Drüsiges Springkraut
Eine fliegende Hummel. (Foto: gemeinfrei)
Hummel im Flug
Verflogen? Dieser Nachtfalter sitzt auf der falschen Seite des Fensters... (Foto: gemeinfrei)
Nachtfalter auf Fensterbank
Gemeiner Grashüpfer. (Foto: U.G. Tolkiehn cc-by 2.5)
Gemeiner Grashüpfer auf Blatt
Gottesanbeterinnen tragen ein Ohr am Bauch. Damit können sie sehr hohe Töne hören. So entwischen sie sogar jagenden Fledermäusen. (Foto: Björn S cc-by-sa 3.0)
Gottesanbeterin an Blüte
Die "Dänische Eintagsfliege" ist Insekt des Jahres 2021. (Foto: Wolfgang Kleinsteuber)
Dänische Eintagsfliege

Der Bombardierkäfer bombardiert Feinde mit einer ätzenden, kochenden Flüssigkeit - ohne sich den Po zu verbrennen. Der Nebeltrinker-Käfer lebt in der Wüste und trinkt nur im Morgengrauen - ohne zu verdursten. Der Kiefernprachtkäfer kann Waldbrände hören - und zwar zehn Kilometer gegen den Wind. Der Ameisenbläuling heuert Ameisen als Babysitter an - obwohl sie ihn am liebsten fressen würden.

Warum kann eine Hummel eigentlich fliegen?

Die Hummel ist dick und rund, hat aber ziemlich kleine Flügel. Warum fliegt sie trotzdem? Ein britischer Physiker hat im Experiment nachgewiesen, dass die Hummelflügel beim Flug kleine Wirbel erzeugen. Diese Wirbel halten das pummelige Insekt in der Luft. Hummeln sind dadurch sogar erstaunlich gute Flieger: Die Tierchen könnten sogar bis auf den Gipfel des Mount Everest fliegen. Die allermeisten fliegenden Tiere - und übrigens auch unsere Hubschrauber - sind dazu nicht in der Lage, weil die Luft in fast 9000 Metern Höhe viel zu dünn ist.

Warum fliegen Nachtfalter zum Licht?

Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich Nachtfalter beim Fliegen am Mondlicht orientieren. Sie halten immer einen bestimmten Winkel zum Mondlicht ein und könenn deshalb auch nachts geradeaus fliegen. Weil Lampen aber viel heller leuchten und auch näher sind als der Mond am Himmel, umkreisen die Nachtfalter die Lampe so lange bis sie verbrennen oder vor Erschöpfund zu Boden fallen. Inzwischen werden allerdings in immer mehr Städten die Straßenlaternen mit LEDs ausgestattet. Zum Glück für die Insekten: Von diesem Licht werden sie viel weniger angezogen.

Hören manche Insekten mit dem Knie?

Die Ohren der Insekten nennt man Tympanalorgan. Und die sitzen meistens nicht rechts und links vom Kopf, sondern an den unterschiedlichsten Stellen. Wissenschaftler haben 20 verschiedene Orte gefunden, an denen Insekten Hörorgane haben können. Bei manchen sitzt das Tympanalorgan zum Beispiel am Knie. Manche Heuschrecken-Arten nehmen damit das Gezirpe ihrer Artgenossen wahr.

Älter als die Dinos: Eintagsfliegen

Für ein Tier mit diesem Namen lebt die Eintagsfliege schon ziemlich lange: Seit 330 Millionen Jahren gibt es Eintagsfliegen auf der Erde. Damit ist diese Tiergruppe älter als die Dinosaurier. Die Tierchen sind nämlich ziemlich widerstandsfähig: Einmal aus dem Ei geschüpft, buddeln sie sich am Grund von Gewässern in den Boden. Dort leben sie einige Jahre. Um zu wachsen, müssen sie sich 30 mal häuten - das ist Rekord im Insektenreich! Erst nach der letzten Häutung werden sie zwischen Mai und September für ein paar Tage zum Fluginsekt. In der kurzen Zeit müssen sie sich paaren und Eier legen. Zu Fressen gibt's dann nichts mehr - erwachsene Eintagsfliegen haben keine Mundwerkzeuge und keinen Darm.

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(Foto: Sixta Görtz)
Zwei Grünwidderchen auf einer Skabiosenblüte.

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