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Lexikon

Zauneidechsen


Ein Zauneidechsen-Pärchen. (Foto: gemeinfrei)
Zauneidechsen-Pärchen

Zauneidechsen brauchen nicht viel zum Leben: Ein warmes Plätzchen zum Sonnen, ein Versteck für die Nacht und einen Ort zum Überwintern. Sie sind Kulturfolger und leben auf Bahndämmen, an Straßenrändern, auf wenig genutzten Wiesen und Weiden, in Weinbergen, alten Steinbrüchen und am Waldrand.

Anspruchslos und trotzdem selten

Kuckuck! Eine Zauneidechse schaut aus ihrem Versteck hervor. (Foto: Sixta Görtz)
Zauneidechse am Erdloch

Überall dort, wo nicht zu viele hohe Pflanzen wachsen, können die anspruchslosen Tiere leben. Wenn sie dann noch sonnige Flecken finden, an denen sie ihre Eier eingraben können, ist das Zauneidechsen-Paradies perfekt. Trotzdem sind Zauneidechsen selten und in ganz Europa besonders streng geschützt.

Wie leben Zauneidechsen eigentlich?

Ein neugieriges Zauneidechsen-Weibchen. (Foto: gemeinfrei)
Weibchen auf Felsen.
Die Männchen der Zauneidechsen sind zur Paarungszeit grün gefärbt, die Weibchen dagegen das ganze Jahr über unscheinbar braun. (Foto: gemeinfrei)
Zauneidechse.

Wie alle Reptilien sind Zauneidechsen wechselwarm. Das bedeutet, dass sie ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren können. Morgens, wenn ihr Körper von der Nacht noch kalt und steif ist, lassen sie sich von der Sonne aufwärmen. Erst danach sind sie flink genug, um Insekten und Spinnen zu jagen.

Im Frühjahr ist Paarungszeit und die Weibchen legen ihre Eier ab. Dazu brauchen sie lockeren Boden, der von der Sonne beschienen wird. Sie graben die Eier ein und lassen sie von der Sonne ausbrüten. Gegen Ende Juli schlüpfen die jungen Echsen. Den Winter verbringen Zauneidechsen in Schlupfwinkeln, zum Beispiel in Felsspalten, Erdlöchern oder hohlen Baumstümpfen.

In Europa streng geschützt

Schon ein sandiger Wegesrand kann Lebensraum für Zaundeidechsen bieten. (Foto: gemeinfrei)
Zauneidechse auf Mauersteinen.
(Foto: Boehringer Friedrich cc-by-sa 3.0)

Landschaften, die vom Menschen geprägt sind, verändern sich manchmal sehr schnell. Aus einer kaum genutzten Weide kann in wenigen Tagen ein Acker werden. Wege werden zu Straßen ausgebaut, Steinbrüche werden verfüllt, Bahndämme erneuert. Für die Zauneidechsen und andere Reptilien, die bei uns heimisch sind, geht das zu schnell. Sie können sich so schnell nicht anpassen und verlieren ihre Heimat. Das hat dazu geführt, dass Zauneidechsen und manche Schlangen in Deutschland selten geworden sind.

Weil die Zauneidechse in Europa inzwischen streng geschützt ist, darf niemand ihren Lebensraum mutwillig zerstören. Wenn im Lebensraum der Tiere eine Straße  gebaut oder eine Bahnlinie erneuert werden soll, dann müssen die Tiere eingesammelt und an einen anderen geeigneten Ort gebracht werden. So sieht es ein Gesetz vor. Es soll verhindern, dass die seltenen Tiere in Deutschland aussterben.

Lies hier mehr darüber, wie beim Bau von Straßen und Siedlungen auf die Tiere Rücksicht genommen wird.

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Steckbrief Zauneidechse

(Foto: Marek Szczepanek cc-by-sa 3.0)
Zauneidechsen-Männchen, Portrait

Familie:
Echte Eidechsen

Verbreitung:
Mitteleuropa

Lebensraum:
Wiesen, Wald- und Feldränder, naturnahe Gärten, Bahndämme, Steinbrüche

Größe:
Bis 24 cm.

Merkmale:
Männchen zur Paarungszeit leuchtend grün, Weibchen braun mit schwarzen und weißen Flecken.

Nachwuchs:
Einmal jährlich 5 bis 14 Eier .

Feinde:
Vögel, Schlangen, verschiedene Säugetiere

Wissenschaftlicher Name:
Lacerta agilis

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(Foto: Joe Pell cc-by-sa-20)
Waldkauz am Baumstamm

Die Zauneidechse ist "Reptil des Jahres 2021". Mehr über die Natur des Jahres erfährst du hier:

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