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Lexikon

Grottenolm

Blind und farblos: Der Lurch aus der Höhle

Grottenolme in einer Höhle in Slowenien. Dieses Bild wurde mit künstlichem Licht fotografiert. Normalerweise ist es im Lebensraum der Grottenolme stockfinster!(Foto: gemeinfrei)
Zwei Grottenolme

Hübsch ist er nicht und anfassen möchte man ihn schon gar nicht - der Grottenolm hat scheinbar keine Augen und ist kalkweiß, seine Haut schimmert schleimig. Das alles kümmert den Olm aber nicht, denn dort, wo er lebt, bekommt ihn normalerweise kein Mensch zu Gesicht. Er ist perfekt angepasst an das Leben in dunklen Höhlen.

Leben in ständiger Finsternis

Hier siehst du, dass die Augen des Grottenolms von Haut bedeckt sind. (Foto: Arne Hodalic cc-by-sa 3.0)
Nahaufnahme eines Grottenolms

Augen hat der Grottenolm zwar, aber sie liegen unter der Haut verborgen, weil sie nicht gebraucht werden: Der Olm lebt in ständiger Finsternis. Dafür hat er hervorragende Tast- und Geruchchssinne. Käseweiß ist er deshalb, weil seine Haut keine Farb-Pigmente besitzt. Die braucht sie auch nicht, denn der Grottenolm setzt sich niemals der Sonne aus. Und glitschig wirkt seine Haut deshalb, weil sie glatt und feucht ist. Die Tiere leben nämlich in unterirdischen Gewässern.

Trotz strenger Diät uralt

Grottenolme leben in unterirdischen Gewässern. (Foto: Arne Hodalic cc-by-sa 3.0)
Schwimmender Grottenolm in einer Höhle
Seitlich am Kopf des Grottenolms kannst du seine Kiemen erkennen. Mit ihnen kann er unter Wasser atmen. (Foto: Arne Hodalic cc-by-sa 3.0)
Nahaufnahme eines Grotenolms

Grottenolme haben erstaunliche Eigenschaften: Sie können mehr als 70 (!) Jahre alt werden. Weil unter der Erde die Nahrung knapp ist, müssen sie lange ohne Nahrung auskommen können - drei bis sechs Jahre sollen sie das angeblich schaffen! Grottenolme fressen am liebsten Flohkrebse und Wasserasseln. Natürliche Feinde haben die Lurche nicht - wer sollte ihnen  dort unten in der Finsternis auch schon gefährlich werden?

Grottenolme leben übrigens in Südost-Europa, also zum Beispiel in Slowenien und Kroatien. Dort gibt es viele unterirdische Gewässer, weil der Boden aus Kalkgestein besteht, das sehr wasserdurchlässig ist. Landschaften mit solchen Böden heißen "Karstlandschaften". In Karstlandschaften gibt es besonders viele Höhlen - in Deutschland zum Beispiel in der Fränkischen Schweiz oder auf der Schwäbischen Alb.

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Fledermäuse der Art "Großes Mausohr" an einer Höhlendecke.