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Lexikon

Stadtnatur


Klicke auf das Bild und entdecke, wozu Stadtnatur gut ist!(Illustration: Anja Addis)
Eine Stadt mit viel Grün

Stadtnatur ist Lebensraum für Pflanzen und Tiere - und gut für die Menschen. Ohne Natur würden wir uns in der Stadt nicht wohlfühlen. Auch viele Wildtiere leben in der Stadt. Erfahre hier mehr über die Artenvielfalt in unseren Städten!

Kein Platz für wilde Tiere?

Dieses Wildschwein wurde von einer Wildtierkamera in Berlin fotografiert. (Foto: Milena Stillfried / IZW)
Wildschwein, von einer Wildtierkamera aufgenommen
Krähen lernen schnell und kommen in der Stadt gut klar. (Foto: Mc Donalds / mauritius images)
Krähe am Straßenrand mit Pommesverpackung
Ein echter Berliner Biber. (Foto: Sven Schölzke)
Ein Biber frisst am Ufer
Diese jungen Habichte sind mitten in Berlin geboren. Ihre Eltern jagen dort Tauben. (Foto: Dr. Norbert Kenntner)
Habicht-Nestlinge in einem Baum, im Hintergrund Skyline von Berlin
Kein Stadttier: Wildkatzen sind sehr scheu und leben in großen Wäldern. (Foto: Thomas Stephan / BUND)
Junge Wildkatze im Wald

Die Stadt ist kein Platz für Wildtiere? Denkste! Viele Tiere besiedeln unsere Städte - und das mit Erfolg. Amseln brüten in Blumenkästen, Fledermäuse jagen zwischen Straßenbäumen und Biber fällen Bäume mitten in Berlin. Die Stadttiere leben in der Stadt, weil sie es so wollen. Selbst ihr Nachwuchs bleibt häufig in der Stadt. Das Stadtleben ist für viele Wildtiere nämlich ziemlich bequem und sicher: In einer Stadt wird nicht gejagt, Futter gibt es genug und überall Verstecke.

Füchse und Wildschweine

Füchse und Wildschweine sind nicht besonders scheu und kommen häufig in die Nähe menschlicher Siedlungen. Stadtfüchse machen Jagd auf Mäuse und Ratten, fressen Essensreste und klauen Katzenfutter aus den Gärten. Wildschweine lieben frisch bepflanzte Beete. Am Stadtrand oder in der Nähe großer Grünanlagen stürmen sie deshalb auch manchmal die Vorgärten. Wildtiere bleiben sie aber trotzdem. Deshalb solltest du diese Tiere nie füttern oder gar streicheln. Das mag auch ein Stadtfuchs nicht!

Krähen und Elstern

Krähen und Elstern gelten als intelligent und gelehrig. Kein Wunder, dass sie im Stadtleben gut klar kommen. Manche Elstern zum Beispiel hocken am Straßenrand und warten drauf, dass ein Tier von einem Auto überfahren wird. Dann hüpfen sie auf die Straße und holen sich den Leckerbissen. Krähen nutzen Autoreifen als Nussknacker. Wenn sie eine Nuss nicht knacken können, lassen sie sie im Flug auf die Straße fallen. Sobald die Nuss überfahren wurde, braucht die Krähe den Inhalt bloß noch aufzusammeln.

Habichte und Biber

Scheue Waldbewohner? Von wegen! Sogar Habichte und Biber finden das Stadtleben gut. In Berlin jagen Habichte in Hinterhöfen und auf Fußgängerzonen nach Tauben. Und die Biber im Stadtpark haben so harthnäckig Bäume gefällt, dass die Stadtverwaltung schließlich ihre Versuche aufgegeben hat, die Nager zu vertreiben. Jetzt werden ein paar Bäume durch Draht geschützt, die anderen sind für die Biber.

Nichts für Menschenscheue

Nicht alle Wildtiere können sich an das Stadtleben anpassen. Tiere, die viel ungestörten Platz brauchen, sehr scheu sind oder in der Stadt kein Futter finden, können dort nicht leben. Wildkatzen oder Luchse werden wohl nie zu Städtern werden. Für viele andere Wildtiere ist die Stadt aber schon längst zur Heimat geworden.

Mehr Natur in die Städte!

Ganz einfach, aber wirksam: Bewachsene Hauswände bieten verschiedenen Tierarten Unterschlupf. (Foto: gemeinfrei)
Fassadengrün an Altbau in Berlin
Am Straßenrand können sogar Orchideen wachsen. (Foto: Ashley Cooper / maritius images)
Orchideen am Straßenrand

Je grüner eine Stadt ist, desto wohler fühlen auch wir Menschen uns darin. Pflanzen in der Stadt spenden Schatten, verbessern die Luft, filtern das Regenwasser und bieten Platz zum Spielen. In einer großen Umfrage in Deutschland haben Forscher herausgefunden, dass sich fast alle Menschen in der Natur glücklich fühlen. Viele Menschen möchten, dass um sie herum mehr Natur ist und die Natur wilder wird. Auch die Menschen, die in der Stadt wohnen.

Grün in der Stadt

Unter dem Motto "Grün in der Stadt" sollen nun auch die Städte mehr Natur bekommen. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Damit will sie, dass mehr Bäume gepflanzt und mehr Grünflächen angelegt werden. Außerdem sollen die Hausbesitzer ihre Wände und Dächer bepflanzen. Anstatt leer stehende Flächen zu bebauen, sollen die Städte dort Natur zulassen. So kann mitten in der Stadt sogar eine kleine Wildnis entstehen. Und das ist gut für die Menschen und für Tiere und Pflanzen.

Einige Städte in Deutschland haben das schon ausprobiert und manche Flächen einfach verwildern lassen. Sie haben festgestellt: Dort leben nach kurzer Zeit sogar mehr verschiedene Insekten- und Vogelarten als auf dem Land! 

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(Grafik: BfN)
Hamster Konstantin mit Lupe

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Auf Spielplatzsuche

(Foto: Stiftung Naturschutz Berlin)
Drei Mädchen rennen durch einen Pfad mit Brennesseln

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Mädchen sät Kresse in eine Schale

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Sven Meurs auf einer Baustelle mit Fuchswelpe

Tierfotograf Sven Meurs ist den Stadttieren auf der Spur. Lerne ihn hier kennen:

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Die neue Kinatschu Stadtnatur! (Cover: Anja Addis / BfN)
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Fuchs in der Stadt

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