Bundesamt für Naturschutz BfN

Hauptbereichsmenü



Lexikon

Warmer Winter


(Foto: Wolfgang Krück / fotolia)
Singschwäne im Regen

Zu einem richtigen Winter gehören Schnee und zugefrorene Seen, oder? Oft sieht der Winter in großen Teilen von Deutschland aber ganz anders aus: Es regnet - und das bei Plusgraden. Wie geht es eigentlich den Tieren in so einem warmen Winter?

Wo sind die Gartenvögel hin?

Feldsperling. (Foto: Sixta Görtz)
Feldsperling auf kahlem Zweig
Kohlmeise. (Foto: Luc Viatour cc-by sa 3.0)
Kohlmeise am Meisenknödel
Rotkehlchen (Foto: gemeinfrei)
Rotkehlchen auf kahlem Ast
Wintergoldhähnchen. (Foto: Francis C. Franklin cc-by-sa 3.0)
Wintergoldhähnchen auf Zweig

Normalerweise ist der Winter eine gute Zeit, um Vögel im eigenen Garten zu beobachten, denn viele Vögel nehmen bei Schnee und Eis gerne das Angebot am Futterhäuschen an oder knabbern die letzten Beeren von den Gartensträuchern. Wenn es im Winter aber zu warm ist für Schnee, dann hat man den Eindruck, dass weniger Vögel in den Garten kommen als sonst um die Jahreszeit.

Genug Nahrung

Das liegt daran, dass die Vögel auch auf Feldern und im Wald noch genügend Nahrung finden. So kommen sie nur zwischendurch mal zu Besuch im Garten. Hinzu kommt noch, dass insgesamt weniger verschiedene Vogelarten unterwegs sind als im Frühjahr oder Sommer, weil die Zugvögel in ihre Winterquartiere geflogen sind. All das führt dazu, dass wir den Eindruck haben, es gäbe weniger Vögel als in schneereichen Wintern.

Füttern nur bei Frost!

Füttern musst du die Vögel bei warmem Wetter nicht. Im Gegenteil: Wenn es sehr feucht ist und viel regnet, dann beginnt das Futter im Futterhäuschen oder im Meisenknödel schnell zu schimmeln. Wenn die Vögel das verschimmelte Futter fressen, werden sie krank. Deshalb: Füttere die Vögel erst dann, wenn es dauerhaft friert. Allerdings solltest du auch dann darauf achten, dass du das Futter regelmäßig auswechselst und das Futterhäuschen sauber hältst.

Mehr über das richtige Füttern von Vögeln im Winter findest du hier.

Wie verhalten sich die Tiere in einem warmen Winter?

Naschen im Winter gern von ihren Vorräten: Eichhörnchen. (Foto: 4028mdk09 cc-by-sa 3.0)
Eichhörnchen in Astgabel
In einem warmen Winter kann man Igel auf Nahrungssuche entdecken. (Foto: gemeinfrei)
Igel im Laub
Für Rehe ist ein warmer Winter ein Glück, denn dann finden sie genug Nahrung. (Foto: Sylvouille cc-by-sa 1.0)

Für den Energiehaushalt der  Tiere ist ein warmer Winter eigentlich gut. Sie brauchen kaum Energie, um sich warm zu halten und finden immer noch genügend Nahrung, so dass sie ihre Fettpolster noch nicht aufzehren. Wenn es dann im Laufe des Winters doch noch schneien sollte und nur noch wenig Futter zur Verfügung steht, haben sie noch genügend Fettreserven, von denen sie zehren können.

Winterschläfer wachen auf

Der Biorhythmus mancher Tierarten kommt allerdings aus dem Gleichgewicht: Manche Winterschläfer wie Igel oder Fledermäuse wachen auf und gehen auf Nahrungssuche. Sobald die Temperaturen sinken, setzen sie ihr Nickerchen aber fort. Wenn du einen Igel im Garten entdeckst, lass ihn einfach seiner Wege ziehen. Zwar findet er jetzt viel weniger Fressbares als später im Jahr, denn Insekten, Schnecken und Würmer haben sich in der Erde verkrochen, aber solange der Igel gesund und wohl genährt aussieht, braucht er keine Hilfe.

zurück

Mach mit beim Detektivauftrag

(Grafik: BfN)
Hamster Konstantin mit Lupe

Entdecke den Winter!

Zum Detektivauftrag

Weiterlesen...

(Foto: gemeinfrei)
Amsel auf einem Ast mit roten Beeren

Was ist im Winter sonst noch draußen los?

Natur im Winter

Lerne hier häufige Wintervogel-Arten kennen:

Vögel im Winter

Wieso frieren Vögel nicht an den Füßen? Die Antwort findest du hier:

Warum Vogelfüße immer kalt sind

Wenn die Tiere schlafen gehen:

Winterschlaf und andere Strategien

Was machen Frösche und Fische im Winter?

Eiszeit für Fisch, Frosch und Molch