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Lexikon

Haie - besser als ihr Ruf


(Foto: Terry Goss cc-by-sa 2.5)
Weißer Hai in einem Thunfischschwarm

Denkst du bei Haien auch zuerst an Gefahr? Ein bisschen unheimlich sind sie ja schon mit ihren spitzen Zähnen und dem starren Blick. Aber Haie sind auch spannende Tiere mit einer Menge cooler Eigenschaften!

Was Haie alles können

Beim Hammerhai ist der Kopf extrem verbreitert. (Foto: Barry Peters cc-by)
Hammerhai
Walhaie ernähren sich von Plankton.(Foto: Shiyam ElkCloner cc-by-sa)
Walhai
Zwei Ammenhaie in einem Meerwasseraquarium. (Foto: gemeinfrei)
Ammenhaie im Aquarium
Blauhaie leben in allen Weltmeeren und sind im Sommer auch in der Nordsee zu Gast.
Blauhai im Meer

Egal wie groß oder klein sie sind, sehen sich viele Haiarten ziemlich ähnlich. Sie haben große Augen, flache Schnauzen und eine auffällige, dreieckige Rückenflosse. Ihr Körper ist lang und schlank mit einer stark beweglichen Schwanzflosse. So sind viele Haie sehr schnelle und geschickte Schwimmer.

Die Super-Nase

Hai-Augen sind zehnmal lichtempfindlicher als Menschenaugen. Dadurch können Haie in dem Dämmerlicht unter Wasser gut sehen. Viel wichtiger als die Augen ist aber die Nase eines Hais. Sie kann so gut riechen, dass sie einen Tropfen Blut in zehn Millionen Tropfen Wasser wahrnehmen kann. Haie riechen ihre Beutetiere über hunderte von Metern hinweg.

Der Siebte Sinn der Haie

Wenn der Hai dem Versteck seiner Beute nah genug gekommen ist, wird es erst richtig spannend: Wie findet er einen Fisch, der sich zwischen Felsen versteckt und ganz ruhig verhält? Für solche Fälle haben Haie eine Wunderwaffe parat - die "Lorenzinischen Ampullen". Das sind Sinnesorgane, die elektrische Felder wahrnehmen können. Jeder Herzschlag, jede Muskelbewegung und sogar Gedanken senden elektrische Felder aus. Für uns sind sie nicht wahrnehmbar, für Haie aber schon. Die Beute kann sich also noch so gut versteckt haben und noch so still halten - der Hai findet sie trotzdem. Da helfen nur noch Verstecke, in die er nicht eindringen kann.

Gibt es auch bei uns Haie?

Hundshaie sind in der Nordsee noch recht häufig. Sie werden meist 1,20 m lang - sind also auch keine Riesen. (Foto: Rainer Borcherding / Schutzstation Wattenmeer)
Hundshai im Wasser
Diese komischen Gebilde findet man manchmal am Strand der Nordsee. Es sind die Eihüllen des Katzenhais. (Foto: Rainer Borcherding / Schutzstation Wattenmeer)
Eihüllen des Katzenhais

Tatsächlich - auch in Nord- und Ostsee gibt es Haie, sogar 11 verschiedene Arten. Aber keine Angst: Die meisten sind recht klein oder sehr selten. Sie werden nur etwas über einen Meter lang und fressen Fische und Krebstiere. Heimische Haiarten sind zum Beispiel der Katzenhai und der Hundshai.

Heimliche Wanderer

Manchmal wandern auch größere Haie in die Nordsee, verschwinden aber genauso schnell wieder wie sie gekommen sind. Zu diesen Wanderern gehört zum Beispiel der bis zu 6 Meter lange Grönlandhai, der noch wenig erforscht ist. Auch Blauhaie kommen im Sommer bis in die Nordsee. Die rund dreienihalb Meter langen Tiere sind die am weitesten verbreitete Haiart - sie kommen in fast allen Weltmeeren vor.

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(Grafik: BfN)
Hamster Konstantin als Detektiv

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Frag Konstantin

Nina (10) aus Berlin hat gefragt: "Warum sind Haie bedroht?"

Das hat Konstantin geantwortet:

Liebe Nina,

Haie sind vor allem dadurch bedroht, dass sie von Menschen gefangen werden - und zwar so viele von ihnen, dass sie nicht mehr genügend Nachwuchs bekommen.

Berufsfischerei

Manche Arten werden als Speisefische verkauft und deshalb stark befischt. Die geräucherten "Schillerlocken" zum Beispiel, werden aus Dornhai gemacht. In Asien ist eine Suppe aus Haiflossen begehrt.

Sportfischer

Andere Haiarten, wie zum Beispiel der Weiße Hai, sind bei Sportfischern eine besonders begehrte Trophäe.

Beifang

Und schließlich passiert es auch, dass Haie sich in den Langleinen der Fischer verfangen, mit denen eigentlich andere Fischarten gefangen werden sollen.

Schutz

Die große Naturschutzorganisation "WWF" setzt sich für die Haie ein und dafür, dass in den Ozeanen mehr Schutzgebiete für Haie eingerichtet werden. Dort dürften die Tiere dann gar nicht mehr gefangen werden.

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Junger Katzenhai. (Foto: Rainer Borcherding / Schutzstation Wattenmeer)
Junger Katzenhai

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Lies hier alles über einen heimischen Hai:

Zum Katzenhai