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Fall der Woche: Bucheckern


Bucheckern. (Foto: Albrecht E. Arnold / pixelio)
Geöffnete reife Bucheckern am Baum, Nahaufnahme.

Die Bucheckern sind los! Egal, ob du jetzt in Wald und Feld oder im Stadtpark unterwegs bist - überall dort, wo Buchen stehen, liegen die stacheligen Hüllen der Buckeckern am Boden.

Schlaraffenland im Buchenwald

Buchenwald im Herbst. (Foto: gemeinfrei)
Buchenwald in Herbstfarben.
Nicht nur Wildschweine freuen sich über die vielen Bucheckern. Die Kerne sind sehr fetthaltig und bei vielen Waldtieren beliebt. (Foto: Bert de Tilly cc-by-sa 4.0)
Wildschwein im Wald

Alle paar Jahre lassen Buchen besonders viele Bucheckern wachsen. Dann liegen die stacheligen Hüllen in Massen unter den Bäumen. Zur Freude der Wildschweine und aller anderen Waldbewohner, denn für die Tiere sind solche Jahre wie ein Urlaub im Schlaraffenland. Sie fressen sich satt an den fetthaltigen, nahrhaften Waldfrüchten. Eichhörnchen und Mäuse legen außerdem große Wintervorräte an: Sie verstecken Bucheckern, Eicheln und Kastanien an verschiedenen Stellen, damit sie den Winter über genug zu Fressen haben. Und das ist für die Bäume ein Glück, denn weil das Nahrungsangebot so groß ist, vergessen die Tiere einen Teil ihrer Vorratskammern. Hier keimt dann im nächsten Frühjahr der Baum-Nachwuchs.

Ein Mastjahr im Buchenwald

Buchenkeimling. (Foto: gemeinfrei)
Keimling einer Buche auf Waldboden, Nahaufnahme.
Bis aus einem Buchenkeimling so mächtige Bäume werden, vergehen viele Jahrzehnte. (Foto: gemeinfrei)
Buchenwald im Herbst

Doch woher kommt die Bucheckern-Schwemme? Dass die Bäume manchmal besonders viel Nachwuchs bekommen, ist ein Überlebenstrick. In solchen Jahren, die man Mastjahre nennt, liegen mehr Baumfrüchte auf dem Waldboden als die Tiere fressen können. Viele Samen bleiben liegen, werden von Blättern und Erde zugedeckt und überwintern.

In der "Samenruhe"

Im nächsten Frühling sprießen die Buchenkeimlinge aus dem Waldboden. Damit aber nicht alle Baumkinder gleichzeitig zu wachsen beginnen und sich dadurch gegenseitig Licht und Nährstoffe wegnehmen, verharrt ein Teil der Bucheckern in der "Samenruhe". Sie keimen erst zwei oder drei Jahre später. So haben alle jungen Bäumchen gleich gute Startchancen.

Sieben magere Jahre

Nach einem Mastjahr folgen meistens einige Jahre, in denen es nur wenige Bucheckern gibt, denn für den Baum ist ein solches Jahr sehr kräftezehrend. Er braucht nun wieder einige Jahre Zeit, in denen er seine Energie in das Wachstum von Stamm und Blättern steckt. Erst nach fünf bis sieben Jahren kommt es deshalb erneut zu einem Mastjahr.

Mehr über Bucheckern

Bucheckern. (cc-by-sa- Gerhard Elsner)
Bucheckern am Baum.

Erst mit ungefähr 30 Jahren trägt eine Buche erstmals Bucheckern. Wenn du die braune Schale abpellst, kannst du sie sogar essen. Bucheckern schmecken wie Nüsse. Allerdings: Zu viele solltest du nicht probieren, denn Bucheckern enthalten Giftstoffe, die zu Bauchweh und Erbrechen führen können. Geröstet kann man sie  aber getrost genießen. Früher haben die Menschen aus den fetthaltigen Bucheckern sogar Speise- und Lampen-Öl gewonnen. In Kriegszeiten wurden sie geröstet, gemahlen und dann als Kaffeersatz getrunken.

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Unser Fall der Woche vom 26. Oktober bis 2. November

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Fall der Woche
Wie nennt man ein Jahr, in dem es besonders viele Bucheckern gibt?

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Herzlichen Glückwunsch!