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Hammerhai


(Foto: Albert Kok cc-by-sa-4.0)
Großer Hammerhai, Nahaufnahme

Beim Wettbewerb um das schrägste Aussehen im Tierreich hätten Hammerhaie große Aussichten auf den Hauptgewinn. Warum diese Fische mit so einem breiten Kopf herumschwimmen, war lange ein Geheimnis. Heute weiß man, dass die Tiere dank ihres Aussehens besonders gut sehen und Beute aufspüren können.

Wozu haben Hammerhaie so einen breiten Kopf?

Ein Großer Hammerhai in einem Aquarium in den USA. (Foto: Gary J. Wood cc-by-sa 4.0)
Großer Hammerhai im Aquarium

Die Augen der Hammerhaie sitzen ganz am Ende des breiten Kopfes. Das ermöglicht ihnen eine Rundum-Sicht von 360 Grad. Perfekt für einen Räuber, der Fische fangen will. Auch das besondere Sinnesorgan der Haie - die Lorenzinischen Ampullen - sind bei Hammerhaien extra groß. Mit diesem Sinnesorgan können Haie elektrische Felder ihrer Beutetiere erspüren. Sie liegen unter der Haut am Kopf - und je größer der Kopf ist, desto mehr Sinneseindrücke kann der Hai sammeln. Hammerhaie sind also eigentlich perfekt ausgestattete Raubfische.

Wo leben Hammerhaie?

Bogenstirn-Hammerhaie schließen sich tagsüber in Gruppen zusammen - manchmal mit mehr als 1000 Tieren. (Foto: Seawatch.org)
Eine Gruppe von Bogenstirn-Hammerhaien, von unten gegen die Wasseroberfläche fotografiert.

Es gibt insgesamt neun verschiedene Arten von Hammerhaien. Der kleinste von ihnen, der Korona-Hammerhai, wird noch nicht mal einen Meter lang, während der Große Hammerhai als größter Vertreter seiner Gattung mehr als 6 Meter groß werden kann. Alle leben in den tropischen und subtropischen Meeren weltweit. Besonders in Küstennähe gehen Hammerhaie nachts auf Beutefang. Tagsüber schließen sich manche Arten zu großen Gruppen - sogenannten "Schulen" - zusammen.

Sind Hammerhaie für Menschen gefährlich?

Sechs von neun Hammerhai-Arten sind in ihrem Bestand gefährdet. (Foto: gemeinfrei)
Hammerhaie und andere Fische im Meer
Stechrochen wie dieser Blaupunktrochen gehören zu den Beutetieren der Hammerhaie. (Foto: Jens Petersen cc-by 2.5)
Blaupunktrochen am Meeresgrund
Orcas gehören zu den wenigen natürlichen Feinden der Hammerhaie. (Foto: gemeinfrei)
Zwei Orcas im Meer

Da Hammerhaie sich oft in der Nähe der Küste aufhalten, treffen sie manchmal auch auf Menschen. Das ist meist kein Problem - der Große Hammerhai ist der einzige, der Menschen gefährlich werden kann. Zu Unfällen kommt es aber sehr selten. Viel eher haben die Haie unter den Menschen zu leiden. In vielen Ländern stehen ihre Flossen auf dem Speiseplan - auch die Hammerhaie sind davon betroffen. Deshalb gelten von den neun Hammerhai-Arten zwei als "stark gefährdet" - der Große und der Bogenstirn-Hammerhau. Zwei Arten gelten als "gefährdet" und zwei stehen auf der Vorwarnliste. Das bedeutet, dass diese beiden Arten im Moment noch ungefährdet sind, aber vieles darauf hindeutet, dass ihr Bestand abnimmt.

Natürliche Feinde der Hammerhaie sind andere Haie und Orcas. Das gilt aber nicht für die großen Hammerhai-Arten. Bei ihnen sind nur die Jungtiere gefährdet. Hammerhaie legen keine Eier, sondern bekommen alle zwei Jahre 20 bis 40 lebende Jungtiere. Auch dies ist ein Grund, warum viele Hammerhai-Arten durch die Fischerei so stark gefährdet sind: Es gibt nicht genug Nachwuchs, der die Bestände wieder ausgleichen kann.

Unser Fall der Woche vom 12. bis 26. August 2019

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Hamster Konstantin als Detektiv

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Steckbrief Großer Hammerhai

(Foto: Barry Peters cc-by-sa 2.0)
Hammerhai im Meer

Familie:
Hammerhaie

Verbreitung:
Tropische und subtropische Weltmeere.

Lebensraum:
Küstengewässer

Größe:
Bis 6 Meter.

Höchstalter:
20 bis 30 Jahre

Nahrung:
Rochen, Kalmare, andere Haiarten, viele andere Fischarten

Nachwuchs:
20 bis 40 Jungtiere alle zwei Jahre

Feinde:
Erwachsene Tiere: Keine natürlichen. Jungtiere: Haie, Orcas.

Wissenschaftlicher Name:
Sphyrna mokarran

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(Foto: Elias Levy cc-by-2.0)
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Gewinnerin des letzten Wochenfalls war:

Emilie.

Die Wochenfrage lautete:

Wo jagen Katzenhaie?

Und die richtige Antwort war:

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Herzlichen Glückwunsch!

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