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Fall der Woche: Alles über Feldhasen


(Foto: gemeinfrei)
Feldhase

Feldhasen leben auf Feldern und Wiesen. Früher waren sie sehr häufig, doch durch die intensive Landwirtschaft ist für Meister Lampe das Leben schwieriger geworden. Heute gelten Feldhasen als gefährdete Tierart.

Feldhasen in Gefahr

Kennzeichnend für den Feldhasen sind die weiß-schwarz abgesetzten Ohrspitzen und der schwarzweiß abgesetzte Stummelschwanz (Blume). (Modmate cc-by-sa)
Europäischer Feldhase auf Wiese
Hier versteckt sich ein Hase im Getreidefeld. (Foto: gemeinfrei)
Feldhase im Getreidefeld

Früher waren Feldhasen bei uns sehr häufig auf den Feldern und Weiden zu sehen. Heute jedoch ist der Hase selten geworden. Auf der Roten Liste wird er sogar als "gefährdet" geführt. Sein Problem: Durch die intensive Landwirtschaft hat er Schwierigkeiten, Verstecke und genügend Futter zu finden.

Hasen leben auf Feldern, Wiesen und Weiden und fressen Gräser und Wildkräuter. Doch was für den Hasen Futter ist, ist für den Landwirt häufig unerwünschtes Unkraut, das er mit Pestiziden behandelt. Für den Hasen bleibt nichts übrig.

Wegen ihrer vielen Feinde sind Hasen darauf angewiesen, dass sie sich auf Feldern und Wiesen auch verstecken können. Doch auch Hecken und kleine Wäldchen verschwinden und machen immer größeren Feldern Platz. So gehen den Hasen die Verstecke verloren.

Wie und wo leben Feldhasen eigentlich?

Der Europäische Feldhase ist keine leichte Beute: bis zu 70 km/h schnell kann er werden und überaus wendig Haken schlagen. (Foto: cc-by-sa Anneli Salo@wikipedia.de)
Tief duckt der junge Feldhase sich in seine Sasse. (Foto: gemeinfrei)
Junger Feldhase in Sasse
Zur Paarungszeit kannst du die Feldhasen auch tagsüber beobachten. (Foto: gemeinfrei)
Feldhasen auf Wiese

Feldhasen sind Steppenbewohner und Kulturfolger. Bei uns leben sie deshalb in offenen Landschaften, wo sich Äcker, Wiesen und Brachland abwechseln. Je abwechslungsreicher die Landschaft, desto besser geht es dem Feldhasen.

Blitzschnelle Haken

Hasen sind meist nachtaktiv. Den Tag verbringen sie gut versteckt in einer flachen Mulde zwischen Ackerfurchen, hohem Gras oder in Hecken. Diese Mulde nennt man "Sasse". Hasen können sehr gut hören und sehen. Wenn sie einen Feind bemerken, dann ducken sie sich tief in ihre Sasse. Erst in allerletzter Sekunde flüchtet der Hase blitzschnell. Dabei kann er 70 Stundenkilometer schnell werden und fast 2 Meter hoch springen.

Versteckt in der Sasse 

Zwischen Februar und August können Häsinnen bis zu viermal Junge bekommen. Die kleinen Hasen kommen in der Sasse zur Welt und haben von Beginn an ein dichtes Fell und geöffnete Augen. Den größten Teil des Tages verbringen die Jungen allein in der Sasse, denn die Häsin kommt nur zum Säugen vorbei. Wenn sie groß sind, fressen Hasen Gras, Blätter, Gemüse, Obst und im Winter auch Baumrinde.

So kannst du Hase und Kaninchen unterscheiden

So sieht ein Feldhase aus: Groß, rotbraunes Fell, lange Ohren mit schwarzen Spitzen. (Foto: gemeinfrei)
Feldhase auf Wiese
Ein Kaninchen ist klein, hat ein graues Fell und kürzere Ohren als ein Hase. (Foto: gemeinfrei)
Kaninchen im Garten
Was meinst du - Hase oder Kaninchen? (Foto: gemeinfrei)
Kaninchen in einer nassen Wiese

Wenn man vom "Häschen" spricht, ist nicht immer ganz klar, wer eigentlich gemeint ist: Ein junger Hase oder ein Kaninchen? So kannst du Hasen und Kaninchen unterscheiden:

Aussehen

Feldhasen haben ein rotbraunes Fell und lange Ohren mit schwarzen Spitzen. Kaninchen sind grau und haben kurze, etwas rundliche Ohren.

Verhalten

Feldhasen sind Einzelgänger und nachtaktiv und leben auf Feldern und Wiesen. Kaninchen leben in Gruppen zusammen und grasen auch tagsüber. Du kannst sie auch auf Grünflächen in der Stadt beobachten. Feldhasen graben keinen Bau, sondern ducken sich tagsüber in ihre Sasse. Kaninchen graben Gänge und Höhlen in die Erde, in denen sie sich bei Gefahr verstecken.

Bewegung

Bei Gefahr springen und rennen Feldhasen Haken schlagend über die Felder. Kaninchen rennen nur kurze Strecken, um dann in ihrem Bau zu verschwinden.

Eine Welt voller Feinde

Rotfüchs. (Foto: gemeinfrei)
Rotfuchs-Portrait

Die Welt der Hasen und Kaninchen ist voller Gefahren. Bei vielen Raubtieren stehen sie auf dem Speiseplan:

Feinde der Hasen : Wolf (Hund), Fuchs, Uhu, teilweise Greifvögel, Mensch

Feinde der Kaninchen: Fuchs, Marder, Katzen, fast alle Eulen und Greifvögel, Mensch

Unser Fall der Woche vom 6. bis 14. April 2020

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Fall der Woche
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Steckbrief Feldhase

(Foto: gemeinfrei)
Feldhase

Familie:
Hasen

Verbreitung:
Europa, Westasien und Nordafrika

Lebensraum:
Steppen und offene Landschaften

Größe:
Bis 70 cm, bis 6 kg schwer.

Merkmale:
Bräunliches Fell, schwarze Spitzen an den langen Ohren.

Nachwuchs:
Viermal im Jahr bis zu sechs Junge.

Lebenserwartung:
Etwa 10 Jahre; die meisten jungen Hasen sterben aber im ersten Lebensjahr.

Wissenschaftlicher Name:
Lepus europaeus

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(Foto: gemeinfrei)
Apfelblüte

Lies hier alles über den Frühling:

Pflanzen und Tiere im Frühling

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