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Fall der Woche: So arbeitet die Wolfs-Forschung

Wolfsforscher sein - stellst du dir das auch spannend vor? Doch die Wölfe sind schlau und gehen den Biologinnen und Biologen meistens auf dem Weg. Wie diese trotzdem einiges über die Tiere herausfinden konnten, erfährst du hier.  

Weil Wölfe sehr gut hören und riechen können, bemerken sie uns immer schon viel früher, als wir sie. Umso schwieriger ist es für die Menschen, etwas über das Verhalten der Tiere herauszufinden. Meistens müssen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit den Spuren der Wölfe begnügen. Doch die können eine Menge aussagen.

Was die Wolfsspuren verraten können

Wenn ein Wolfsrudel ein Hirschkalb gerissen hat, dann finden die Forschenden hinterher die Reste der Mahlzeit. Wenn ein Wolf sein Revier mit Pipi markiert oder irgendwo einen Haufen hinterlassen hat, kann man diese Hinterlassenschaften untersuchen. So erfährt man zum Beispiel, ob hier ein Jungtier unterwegs war oder ein alter Wolf, ob das Tier gesund ist und was es gefressen hat.

Spurenlesen mit Objektiv, Antenne und Computer

Um die Wölfe auszutricksen, haben die Forschenden aber noch mehr auf Lager: Sie hängen zum Beispiel Wildkameras an Bäumen auf. Das machen sie an Stellen, wo immer wieder Wolfsspuren auftauchen. Die Kameras machen automatisch ein Foto, wenn sich vor dem Sucher etwas bewegt. Sie sind sehr empfindlich und können auch in dunkler Nacht noch gute Fotos schießen. So haben die Biologen herausgefunden, dass die Wölfe nachts auf denselben Wegen laufen, wo tagsüber die Menschen unterwegs sind. Auf kleinen Straßen, Fahrradwegen und Waldpfaden können auch Wölfe viel bequemer entlangtraben als querfeldein durch das Dickicht.

Den Wölfen auf den Fersen

Und schließlich haben es die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einige Male geschafft, Wölfe einzufangen und ihnen ein Halsband mit einem Sender umzulegen. Die Geräte senden ständig Signale an die Computer der Biologen aus. So können sie den Weg des Wolfs gemütlich vom Computer aus verfolgen.

Durch all diese Methoden haben die Forschenden herausgefunden, wie viele Wolfsrudel in Deutschland leben und wo sie weitere Reviere gründen. Viele junge Wölfe bleiben in der Nähe ihrer Eltern und versuchen, Nachbarreviere zu besetzen. Wenn das nicht geht, gehen sie auf Wanderschaft bis sie ein unbesetztes Revier finden. Ein junger Wolf ist sogar bis nach Weißrussland gewandert - 1500 Kilometer weit!

Kurz-Infos über den Wolf: Zum Wolfs-Steckbrief

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Frage der Woche vom 20. bis 27. Februar:
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