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Lexikon

Rauchschwalben


Eine Rauchschwalbe. (Foto: NABU / Dave Pressland)
Rauchschwalbe auf einem Stein.

Zugvogel und Kulturfolger

So sieht eine Rauchschwalbe im Flug aus. (Foto: DDd cc-by-sa)
Rauchschwalbe im Flug
Rauchschwalben fühlen sich in Ställen und Scheunen wohl. (Foto: Andi H. / pixelio)
Vier Rauchschwalben im Stall
Mit dem Lehm aus matschigen Pfützen bauen Rauchschwalben ihre Nester. (Foto: gemeinfrei)
Rauchschwalbe an einer Pfütze

Rauchschwalben sind Zugvögel. Jedes Jahr im September schnüren sie ihre Reisebündel und machen sich auf den Weg ins Winterquartier nach Afrika. Dabei legen sie bis zu 13.000 Kilometer zurück! Die Frühstarter unter ihnen sind sogar schon seit August unterwegs.

Rauchschwalben kannst du gut erkennen an ihrem gegabelten Schwanz, ihren bläulichen Rückenfedern und dem orangefarbenen Gesicht. Wenn du auf einem Bauernhof wohnst oder oft zum Reiten in einen Reitstall gehst, dann kennst du die Vögel bestimmt. Rauchschwalben nisten nämlich in vielen Ställen oder Scheunen, denn sie suchen sich für ihr Nest am liebsten ein Plätzchen in einem offenen alten Gebäude.

Rauchschwalben sind Kulturfolger und haben sich im Laufe der Zeit so sehr an die Menschen angepasst, dass sie nur in ihrer Nähe vorkommen. Sie sind darauf angewiesen, dass sie in den Häusern der Menschen geeignete Nistplätze finden. Dabei sind sie noch wählerischer als ihre Schwestern, die Mehlschwalben. Die nisten nämlich auch außen an den Hauswänden. Rauchschwalben nicht - sie haben es lieber warm und trocken.

Wie leben Rauchschwalben eigentlich?

Ein Rauchschwalbennest mit Schwalbenkindern. (Foto: Aconcagua cc-by-sa)
Schwalbennest.
Rauchschwalben sind wendige Flieger. (Foto: Nemoralis cc-by-sa)
Schwalbe im Flug.
Rauchschwalben bauen ihre Nester in Gebäuden, zum Beispiel Pferdeställen. (Foto: gemeinfrei)
Rauchschwalbe am Nest

Den Winter verbringen die Rauchschwalben in Afrika. Wenn sie im April oder Mai zurückkehren, dann beziehen sie ihr altes Nest vom letzten Jahr. Rauchschwalbennester bestehen aus aneinander geklebten Lehmklumpen mit Haaren dazwischen - zum Beispiel Pferdehaaren. Die Nester kleben meist in offenen Gebäuden auf Mauervorsprüngen oder auf Balken, oben unter der Decke.

Hier legt das Weibchen drei bis sechs Eier, die es zwei Wochen lang ausbrütet. Wenn die Kleinen geschlüpft sind, müssen die Eltern für Futter sorgen. Pausenlos jagen sie nach Mücken und Fliegen. Weil sie sehr wendige Flieger sind, schnappen sie die Insekten direkt aus der Luft und bringen sie zum Nest. Hier recken ihnen die Jungvögel schon hungrig ihre offenen Schnäbel entgegen.

Nach knapp drei Wochen ist der Spuk vorbei und die Kleinen fliegen aus.

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So zwitschert die Rauchschwalbe!

Klicke auf Konstantin, um Rauchschwalben zu hören!
Hamster Konstantin mit Kopfhörern

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Blaumeise. (Foto: Priemer / NABU)
Blaumeise auf einem Ast

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