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Lexikon

Fleißige Wildbienen


(Foto: Dieter Haugk / pixelio)
Biene auf einer Margerite.

Wenn die Obstbäume blühen, dann kannst du darin ein vielstimmiges Summen und Brummen hören. Bienen, Hummeln und Schwebfliegen sind auf der Suche nach Nahrung und bestäuben dabei die Blüten. Das ist wichtig, denn nur aus bestäubten Blüten werden später auch Früchte.

Die meisten Bienenarten sind Wildbienen

Auch Hummeln gehören zu den Wildbienen. Diese hier ist auf dem Weg zu einer Apfelblüte. (Foto: gemeinfrei)
Hummel fliegt zu einer Apfelblüte
Die "Graue Sandbiene" baut ihre Nisthöhlen im Sandboden. (Foto: gemeinfrei)
Biene im Sandloch
Eine Blattschneiderbiene verschließt die Niströhre mit einem Blattstückchen. (Foto: Bernhard Plank cc-by-sa 2.5 @ wikipedia.de)
Blattschneiderbiene verschließt Niströhre.

Wusstest du, dass nicht alle Bienen, die du an den Blüten siehst, Honigbienen sind? Auch Wildbienen sind dort unterwegs. 561 verschiedene Wildbienenarten gibt es in Deutschland. Davon bilden nur wenige Arten Staaten oder Völker - genau wie die Honigbiene. Sie leben aber nicht im Bienenstock beim Imker, sondern zum Beispiel in alten Mäuselöchern, in Baumhöhlen oder in Vogelnistkästen. Die allermeisten Wildbienenarten sind Einzelgänger und leben alleine. Sie werden auch "Einsiedlerbienen" genannt. Diese Bienen brauchen keinen Unterschlupf für sich selbst, verwenden aber Nisthöhlen für ihre Brut. Dazu graben sie kleine Löcher im Boden oder sandigen Hängen, nutzen Käferbohrgänge in morschem Holz oder Höhlungen in alten Mauern. Eine Wildbienenart nutzt sogar leere Schneckenhäuser.

Manche Wildbienen-Arten sind bei uns selten geworden. Das liegt unter anderem daran, dass ihre natürlichen Lebensräume zerstört werden. So wird nicht nur ihre Nahrung knapp, sondern sie finden auch immer weniger geeignete Nistplätze. Einigen Arten jedoch kannst du selbst helfen: Mit dem Bau geeigneter Nisthilfen. Wie du das machen kannst, wird dir hier erklärt: Zum Bienenhotel

So baut die Wildbiene ihren Nistplatz

Weibchen einer "Rotpelzigen Sandbiene". (Foto: M. Großmann / pixelio)
Mauerbiene auf Baumrinde.
Die "Rotschopfige Sandbiene". (Foto: Hans-Jürgen Sessner)
Rotschopfige Sandbiene an Blüte
Die Wollbiene sieht einer Wespe ähnlich. (Foto: Hans-Jürgen Sessner)
Wollbiene an Blüte

Viele Wildbienen-Arten suchen sich zum Nisten kleine Hohlräume, in die sie mehrere Nistkammern hintereinander bauen. Das machen sie so: Zuerst legen sie in der Nistkammer einen Proviant für den Nachwuchs an (z.B. Pollen und Nektar) und legen dann ein winziges Ei dazu. Dann verschließen sie die kleine Höhle mit etwas Sand, Lehm, Pflanzenteilen oder auch winzigen Holzstückchen.

Fest verschlossene Nistkammer

Nun kommt die nächste Nistkammer, die einfach vor den Deckel gebaut wird. Wieder füllt die Biene die Kammer mit Pollen, legt ein Ei hinein und schließt die Kammer zu. Das macht die Biene so lange, bis der schmale Hohlraum mit mehreren Nistkammern gefüllt ist. Zum Schluss kommt ein fester Deckel auf die Niströhre, der die Eier vor räuberischen Insekten und Vögeln schützt.

Überwintern als Puppe

Wenn die Larven aus den Eiern schlüpfen, ernähren sie sich von dem Vorrat in ihrer Nistkammer. Wenn sie ausgewachsen sind, verpuppen sie sich und schlüpfen erst nach Wochen oder Monaten. Viele Arten überdauern als Puppe den Winter in der Niströhre und schlüpfen erst im nächsten Frühjahr.

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