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Lexikon

Birke


Eine Birke.
Einzeln stehende Birke zwischen Feldern und Wiesen

Birken sind dir bestimmt schon einmal in der Natur aufgefallen, denn sie haben eine schneeweiße Rinde.

Birken, die Pioniere unter den Bäumen

Birken sind Lichtbäume und brauchen viel Sonne. (Foto: gemeinfrei)
Birkenwäldchen.
Bei alten Birken bekommt die weiße Rinde viele schwarze Risse. (Foto: gemeinfrei)
Stamm einer alten Birke.
Der Wind trägt die Pollen der Birkenblüten viele Kilometer weit. (Foto: gemeinfrei)
Birkenblüten.

Die weiße Farbe der Rinde ist ein Hitzeschutz des Baums, denn helle Flächen heizen sich im Sonnenlicht weniger auf als dunkle. Für die Birke ist das wichtig, denn sie braucht viel Licht zum Wachsen, kommt aber mit wenig Nährstoffen und Wasser aus. Deshalb wachsen Birken an Orten, an denen viele andere Bäume nicht überleben können, wie zum Beispiel auf sehr sandigen Böden, auf Felskuppen oder sogar in Mauerspalten und auf Dächern verfallener Gebäude. Birken sind oft die allerersten Bäume, die an solchen Orten ausschlagen. Deshalb nennt man sie auch "Pionierbäume" - als „Pioniere“ bezeichnet man auch Leute, die Neues entdecken.

Birken können bis zu hundert Jahre alt werden. Das klingt zwar sehr lang, ist für einen Baum aber nicht besonders viel. Sobald ein anderer Baum sie überholt und ihr das Licht wegnimmt, geht eine Birke ein. Deshalb findest du sie im Wald nur dort, wo viel Licht auf den Boden fällt - zum Beispiel auf jungen Lichtungen.

Das helle Holz der Birke wird für den Bau von Möbeln genutzt. Übrigens: Herabgefallene Birkenäste und Birkenrinde eignen sich besonders gut für ein Lagerfeuer, da Birke sogar im feuchten Zustand noch gut brennt. 

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Birke

Birkenblätter. (Foto: gemeinfrei)
Birkenblätter.

Lebensalter: Bis 100 Jahre

Höhe: Bis zu 30 Meter

Anteil am deutschen Wald: 4,5 Prozent.

Typischer Standort: Moore, Heiden, Brachflächen; Pionierbaumart.

Lateinischer Name: Betula spec.