Bundesamt für Naturschutz BfN

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Aktuelles

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Die neuen Wolfszahlen sind da: 161 Rudel in Deutschland gezählt

Diese jungen Wölfe wurden von einer Wildkamera fotografiert. (Foto: LUPUS)
Drei Junge Wölfe Von Einer WildKamera Fotografiert.

Bonn, 28. November 2022. 161 Wolfsrudel leben zur Zeit in Deutschland. Hinzu kommen noch 43 Wolfspaare und 21 sesshafte Einzelwölfe. Insgesamt wurden in diesem Jahr 1175 Wölfe in Deutschland nachgewiesen. Diese Zahlen hat das Bundesamt für Naturschutz jetzt mitgeteilt.

Lies hier, wie die Wölfe in Deutschland leben und ob wir Angst vor ihnen haben müssen!

Cites-Konferenz: Weitere Tierarten und Tropenhözer unter Schutzgestellt

Seit durch CITES der Handel mit Elfenbein verboten ist, steigen die Zahlen der Elefanten und Nashörner wieder an. (Foto: gemeinfrei)
Elefanten In Der Afrikanischen Savanne.
Wer Blauhaie fischen will, muss sich ab sofort an strenge Regeln halten. So sollen die Tiere besser geschützt werden. (Foto: gemeinfrei)
Blauhai Im Wasser.

Panama, 25. November 2022. Blauhaie, Hammerhaie und bestimmte Rochenarten werden ab sofort strenger geschützt. Das haben die Vertreter der Artenschutzkonferenz in Panama beschlossen, die am Freitag zu Ende gegangen ist. 2500 Menschen aus 170 Ländern hatten elf Tage lang verhandelt.

Die CITES-Artenschutzkonferenz, die alle zwei Jahre stattfindet, regelt den internationalen Handel mit Tier- und Pflanzenarten. Meist geht es um exotische Arten, die durch zu intensiven Handel kurz vor der Ausrottung stehen. Blauhaie und Hammerhaie werden zum Beispiel stark befischt, da ihre Flossen in vielen Ländern als Delikatesse gelten. Nun soll der Fang stark kontrolliert und beschränkt werden. Auch für Reptilien und bestimmte Baumarten, deren Holz begehrt ist, wurden strenge Regeln beschlossen.

Höre hier unseren Podcast über CITES und erfahre, wie Artenschutz durch CITES funktioniert! 

Oder lieber nachlesen? Dann erfährst du hier alles über CITES!

Klimakonferenz: Am Ende nur mäßige Ergebnisse

Der Langenferner Gletscher in den Alpen ist in diesem Sommer komplett abgeschmolzen. Eine Folge des Klimawandels. (Foto: Dororhea Jacob / pixelio.de)
LangenfernerGletscher In Den Alpen.
Landwirtschaft wird in Afrika immer schwieriger, weil es durch den Klimawandel noch weniger regnet.(Foto: gemeinfrei)
Bauernfamilie Vor Maisfeld In Burkina Faso.
In einer Raffinerie wird Erdöl verarbeitet. Die Verbrennung von Erdöl, zum Beispiel beim Heizen, zur Stromerzeugung oder beim Autofahren, beschleunigt den Klimawandel. (Foto: gemeinfrei)
ErdölRaffinerie

Bonn, 21. November 2022. Nach zwei Wochen ist am Wochenende die 27. Klimakonferenz in Sharm el Sheik in Ägypten zu Ende gegangen.

In zähen Verhandlungen konnten sich die Vertreterinnen und Vertreter aus 197 Ländern immerhin darauf einigen, dass die Industrieländer für die Schäden, die der Klimawandel in ärmeren Ländern verursacht, bezahlen müssen. Damit sollen zum Beispiel die Auswirkungen von Dürren, Stürmen und Überschwemmungen bekämpft werden.

Doch eine gemeinsame Verpflichtung, auf die Nutzung der schädlichen Energiequellen Erdöl und Gas zu verzichten, wurde nicht erreicht. Vor allem diejenigen Länder, die mit dem Handel von Erdöl Geld verdienen, waren dagegen.

Expertinnen und Experten sind enttäuscht. Sie sagen, wenn nicht noch viel mehr für den Klimaschutz getan wird, wird sich die Erde um mehr als 1,5 Grad erwärmen - und das könnte schlimme Folgen haben. Das sogenannte "1,5-Grad-Ziel" wurde 2015 bei der Klimakonferenz in Paris festgelegt. Damals hatten die Regierungen versichert, dass sie alles dafür tun wollen, dass die Durchschnitts-Temperatur der Erde um nicht mehr als 1,5 Grad ansteigt.

Nun müssten eigentlich schnell Taten folgen - zum Beispiel der Umstieg auf saubere Energiequellen. Doch sich dazu verpflichten? Das wollten viele Regierungen auch dieses Mal nicht.

UN-Klimakonferenz beginnt am Sonntag

Beim Autofahren entstehen Treibhausgase, die dem Klima schaden. (Foto: gemeinfrei)
Autos Auf Einer Autobahn.
In Afrika sind die Auswirkungen des Klimawandels am stärksten spürbar. Hier siehst du Kinder in Burkina Faso. Das Land liegt südlich der Sahara-Wüste. (Foto: gemeinfrei)
Kinder In Burkina Faso.
Auch in der Industrie entstehen Treibhausgase, die das Klima verändern. (Foto: gemeinfrei)
IndustrieAnlage.

Bonn, 4. November 2022. An diesem Sonntag (6. November) beginnt in der ägyptischen Stadt Sharm el-Sheik die 27. Klimakonferenz der Vereinten Nationen. Dann treffen sich Menschen aus 197 Ländern und mehr als 3000 Organisationen, um zwei Wochen lang über Maßnahmen gegen den Klimawandel zu beraten. Im Mittelpunkt der Konferenz sollen dieses Mal die Auswirkungen des Klimawandels auf Afrika stehen. 

Treibhausgase: Deutschland und die Welt

Jeder Mensch in Deutschland sorgt jedes Jahr für einen Ausstoß von 8,5 Tonnen Kohlendioxid (CO²). Das ist so viel wie ein ausgewachsener Elefanten-Bulle wiegt. Dort, wo die Elefanten leben, in Afrika nämlich, ist jeder Mensch nur für den Ausstoß von 1,1 Tonnen CO² verantwortlich. Dafür leiden die Menschen dort aber viel mehr unter dem Klimawandel, denn die steigenden Temperaturen führen zu extremer Hitze und Dürre. Ganz schön ungerecht, oder?

Die Industrieländer hatten schon 2021 beschlossen, dass sie ärmere Länder mit 100 Milliarden Dollar im Jahr unterstützen wollen. Das klappt aber bisher noch nicht so gut. Deshalb sollen sich die Länder in den nächsten zwei Wochen verpflichten, dass sie auch wirklich zahlen, was sie versprochen hatten.  

Wenn du nicht so genau weißt, was der Klimawandel eigentlich ist, schau mal hier nach.

Das Braunkehlchen ist Vogel des Jahres 2023

Braunkehlchen. (Foto: Frank Vassen cc-by 2.0)7i>
Braunkehlchen auf einem Zweig.

Berlin, 28. Oktober 2022. Das Braunkehlchen wird Vogel des Jahres 2023. Das hat der Naturschutzbund NABU mitgeteilt. Bei der deutschlandweiten Vogelwahl hat der Singvogel fast 60.000 Stimmen bekommen. Insgesamt hatten sich 135.000 Menschen an der Wahl beteiligt. Das Braunkehlchen lebt auf blütenreichen Wiesen und ist ein Zugvogel. Lies hier mehr: Mehr über das Braunkehlchen.   

Am 21. Oktober ist wieder Tag der Kinderseiten!

(Grafik: Seitentstark e.V.)
Motto zum Tag der Kinderseiten in bunter Schrift und mit Figuren

Bonn, 18. Oktober 2022. Am kommenden Freitag, 21. Oktober, ist wieder Tag der Kinderseiten. In diesem Jahr kannst du unter dem Motto "Clever checken und entdecken" deine Lieblings-Webseiten auf die Probe stellen: Finde heraus, wie gut sie wirklich sind. Auf der Webseite zum Tag der Kinderseiten findest du ab Freitag coole Checklisten, mit denen du Internetseiten selbst überprüfenkannst. Mach mit: Hier entlang zum Tag der Kinderseiten  

Nosferatu-Spinne breitet sich aus

Die Nosferatu-Spinne fühlt sich wohl, wenn es schön warm ist. Deshalb kommt sie bei uns im Herbst in die Häuser. (Foto: Andreas Eichler cc-by-sa 4.0)
Nosferatu-Spinne im Gras
Die Nosferatu-Spinne kann sich mühelos an Fensterscheiben festhalten, denn sie hat Hafthaare an den Beinen.(Foto: Jamcelsus cc-by-sa 4.0)
Eine Nosferatu-Spinne an einer Fensterscheibe

Bonn, 10. Oktober 2022. Die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) breitet sich in Deutschland aus. Der Naturschutzbund NABU hatte dazu aufgerufen, Sichtungen der Spinne zu melden. Mehr als 16.000 Meldungen kamen bis Anfang Oktober zusammen. Vor allem in Süd- und Westdeutschland wurde die Spinne häufig entdeckt.

Nosferatu-Spinnen können zwei Zentimeter lang werden und haben Beine von bis zu 6 Zentimetern Länge. Sie halten sich gerne in Häusern auf und fressen Fliegen und Mücken. Dazu brauchen sie aber kein Netz, denn Nosferatu-Spinnen sind blitzschnelle Jäger. Ihre Kiefer sind kräftiger als die der meisten heimischen Spinnen und dringen auch durch menschliche Haut. Ihr Biss fühlt sich so ähnlich an wie ein leichter Wespenstich, ist aber nicht gefährlich. 

Auf ihren merkwürdigen Namen hört die Spinne übrigens nur in Deutschland. Nosferatu ist die Hauptfigur in dem gleichnamigen Vampir-Stummfilm von 1922, einem der ersten Horrorfilme aller Zeiten. Aber keine Angst - ein Blutsauger ist die Spinne nicht. Vielmehr soll die Zeichnung auf ihrem Rücken an das Gesicht der Figur erinnern. 

Feuchtgebiet in Spanien ausgetrocknet

Der Nationalpark Coto de Donana ist ein riesiges Freuchtgebiet und Heimat vieler seltener Arten.(Foto: Mark Rueckaert cc-by 2.5)
Schilf und Seen im Nationalpark
Auch Flamingos sind normalerweise im Nationalpark zu Hause. (Foto: gemeinfrei)
Flamingos stehen im Wasser
Doch jetzt sieht es im Nationalpark so ähnlich aus wie auf diesem Foto.(Foto: gemeinfrei)
Ausgetrockneter See.

Madrid, 5. September 2022. Das Feuchtgebiet im Nationalpark "Coto de Doñana" im Süden von Spanien ist ausgetrocknet. Die große Dürre der letzten Monate ist jedoch nicht alleine Schuld daran, dass das passieren konnte. Seit vielen Jahren werden nahe dem Nationalpark Erdbeeren angebaut. Um sie zu bewässern, entnehmen die Landwirte immer mehr Grundwasser. Das ist zwar verboten, aber die Landwirte tun es trotzdem, weil sich mit den Erdbeeren viel Geld verdienen lässt - unter anderem in deutschen Supermärkten. So ist der Grundwasserspiegel immer weiter gesunken - und das Feuchtgebiet schließlich ausgetrocknet.

Erdbeeren aus Spanien, und das zu jeder Jahreszeit? Das muss nicht sein. Kaufe Obst und Gemüse nur dann, wenn es bei uns reif ist. So schützt du nicht nur die Umwelt, sondern unterstützt außerdem die Landwirte in deiner Region. Noch mehr Tipps zum umweltfreundlichen Einkaufen findest du hier: Einkaufen mit Köpfchen.

Wenn du wissen willst, wann bei uns was geerntet wird, dann schau mal hier nach: Zum Obst- und Gemüsekalender.

Das Taubenschwänzchen wird bei uns immer häufiger

An seinem gestreiften Leib und den rostbraunen Flügeln kannst du das Taubenschwänzchen gut erkennen. Mit seinem langen Rüssel saugt es Nektar aus den Blüten. (Foto: gemeinfrei)
Taubenschwänzchen vor einer Blüte.
Wer Insekten bestimmen möchte, kann eine Lupe gut gebrauchen.(Foto: Nabu)
Hand mit Lupe vor Blüten der Herbstanemone

Bonn, 29. August 2022. In der zweiten Runde des "Insektensommers" war das Taubenschwänzchen eines der am häufigsten gesichteten Insekten. Es ist ein Nachtfalter, der auch tagsüber unterwegs ist. Wie ein kleiner Kolobri steht der Falter mit schnellen Flügelschlägen in der Luft und saugt Blütennektar. Taubenschwänzchen verbreiten sich vom Mittelmeer her immer weiter in den Norden.

Der Insektensommer ist eine Mitmach-Aktion des Naturschutzbundes NABU, bei der jeder Insekten zählen kann. Der NABU möchte auf diese Weise herausfinden, wie es den Insekten in Deutschland geht.

Wenn du mehr über Insekten wissen willst und darüber, warum sie so wichtig für unsere Natur sind, dann lies hier weiter: Zu den Insekten

Stunde der Gartenvögel: Fast eine Million Vögel gezählt

Kinder bei der Vogelzählung.(Foto:Sebastian Hennigs / NABU)
Drei Kinder mit Klemmbrett und Fernglas
Die Nachtigall wurde in diesem Jahr fast doppelt so oft entdeckt wie im Jahr zuvor. (Foto: gemeinfrei)
Eine singende Nachtigall auf einem Ast.

Bonn, 18. Mai 2022. Fast eine Million Vögel haben die Menschen am vergangenen Wochenende bei der "Stunde der Gartenvögel" gezählt. Am häufigsten wurden Spatzen, Kohlmeisen, Amseln und Stare gesichtet. Das hat jetzt der Naturschutzbund NABU mitgeteilt. Aber auch Vögel, die in den letzten Jahren eher selten gesehen worden waren, wurden wieder häufiger. Dazu gehörten zum Beispiel Mauersegler und Nachtigall. Den Gesang der Nachtigall konnten die Vogelfreundinnen und Vogelfreunde sogar fast doppelt so oft hören wir im Jahr zuvor.

Der NABU veranstaltet jedes Jahr im Mai die "Stunde der Gartenvögel" und ruft dazu auf, eine Stunde lang Vögel im heimischen Garten zu zählen.

Erster Nationalpark der Welt wird 150 Jahre alt

Landschaft im Yellowstone Nationalpark. (Foto: Derwecki / pixabay)
Blauer Geysir im Yellowstone Nationalpark

Yellowstone, 1. März 2022. Der älteste Nationalpark der Welt wird heute 150 Jahre alt. Er heitßt "Yellowstone Nationalpark" und liegt in den USA, im Bundesstaat Wyoming. Besonders berühmt ist seine vulkanische Landschaft für ihre Geysire und brodelnden Schlammtümpel. In den Flusstälern, Wäldern, Bergen und Canyons des abwechslungsreichen Parks leben Grizzly-Bären, Bisons und  Wölfe. Insgesamt ist der Park knapp 9000 Quadratkilometer groß. Zum Vergleich: So groß ist auch die Mittelmeer-Insel Korsika. Am 1. März 1872 wurde das Gebiet unter Schutz gestellt und zum Nationalpark erklärt.

Mehr über Nationalparks erfährst du in unserem Podcast - jetzt reinhören: 10 Dinge über Großschutzgebiete

Wölfe: 157 Rudel leben in Deutschland

Drei Jungwölfe in Brandenburg. (Foto: Axel Gomille)
Drei Jungwölfe

Bonn, 2. Dezember 2021. 127 Wolfsrudel leben in Deutschland. Das hat das Bundesamt für Naturschutz jetzt mitgeteilt. Zudem gab es im Jahr 2021 bei uns noch 27 Wolfspaare und 19 sesshafte einzelne Wölfe. Damit sind die Wolfszahlen auch in diesem Jahr wieder deutlich gestiegen. Die meisten Wölfe leben in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen. Lies hier mehr über Wölfe! 

Abschluss der Klimakonferenz in Glasgow: Weniger Kohle verbrennen!

Logo der UN-Klimakonferenz. (commons.wikimedia.org)
Logo der UN-Klimakonferenz COP 26
Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf der Weltklimakonferenz in Schottland. (Foto: Sascha Hilgers / BMU)
Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf der COP 26
Plakat auf einer Demonstration in Italien: "Basta Blah Blah" was soviel heißt wie "Schluss mit dem Gerede". (Foto: Maensard Vokser cc-by-sa 4.0)
Demonstranten halten ein Plakat, auf dem "Basta Blah Blah" steht

Glasgow, 14. November 2021. Einen Tag später als geplant endete am Samstag die Weltklima-Konferenz in Schottland. Bis zum Schluss hatten Politikerinnen und Politiker aus mehr als 200 Ländern über einzelne Teile des Abschluss-Dokuments gestritten. So konnten sie sich nicht darauf einigen, künftig ganz auf die Verbrennung von Kohle zu verzichten. Das wollten viele Länder, aber China und Indien waren dagegen, da ein großer Teil ihres Stroms aus Kohlekraftwerken kommt. Nun steht im Dokument aber wenigstens, dass in Zukunft deutlich weniger Kohle verbrannt werden soll. Bei der Verbrennung von Kohle entsteht Kohlenstoffdioxid (CO2), das zur Erwärmung der Erde beiträgt.

Was die Staaten aber beschlossen: Jedes Land muss im nächsten Jahr strengere Klimaschutz-Pläne vorlegen. Besonders Indien und China wurden dazu aufgefordert, denn ihre Pläne sind bis jetzt viel zu schwach. Außerdem wurde festgelegt, dass die reichen Länder die ärmeren Länder mit vielen Milliarden Euro unterstützen müssen. Besonders in den armen Ländern der Erde leiden viele Menschen unter den Naturkatastrophen, die der Klimawandel auslöst.

Umweltschutz-Organisationen sind enttäuscht vom Verlauf der Klimakonferenz. Sie sagen, dass zu wenig beschlossen wurde, um den Klimawandel zu stoppen. Die 18-jährige Klimaschützerin Greta Thunberg sagte, dass die Klimaschutz-Bewegung weiter für das Klima kämpfen werde. "Wir werden niemals aufgeben!"

Mehr über den Klimawandel und seine Ursachen erfährst du hier.

100 Staaten wollen die Zerstörung der Wälder stoppen

Häufig wird Wald gerodet, um Platz für Ackerflächen zu gewinnen. (Foto: Peer V. cc-by-sa 3.0)
Entwaldete Flächen

Glasgow, 3. November 2021. Die Zerstörung der Wälder soll bis 2030 gestoppt werden. Das haben mehr als 100 Staaten auf der Weltklimakonferenz beschlossen. Die Konferenz findet in dieser Woche in Glasgow in Schottland statt. Zu den Ländern, die sich an der Vereinbarung beteiligen, gehören zum Beispiel Kolumbien und Brasilien in Südamerika. Dort gibt es riesige tropische Regenwälder. Russland und Kanada sind dabei, wo große Nadelwälder liegen. Aber auch die Europäische Union ist mit von der Partie.

Naturschutzverbände kritisieren die Vereinbarung. Sie sagen, dass bis 2030 zu viel Zeit vergeht und weiterhin Wald zerstört werden wird. Deshalb hoffen sie, dass nun rasch Verträge zwischen den beteiligten Ländern geschlossen werden, die sie zu ihren Zusagen verpflichten. 

Mehr über den tropischen Regenwald

Wenn du mehr über den tropischen Regenwald wissen willst, dann schau mal bei der Kinderseite Abenteuer Regenwald vorbei: Zu Abenteuer Regenwald 

Umfrage: Klimaschutz ist größte Herausforderung für die Menschheit

Flüge über kurze Strecken sind besonders klimaschädlich. Deshalb möchten viele Menschen, dass Kurzstrecken-Flüge teurer werden und dafür die Bahnverbindungen billiger, besser und schneller werden. (Foto: Rene Rauschenberger / pixabay)
Flugzeug am Himmel

Berlin, 27. Oktober 2021. Dreiviertel aller Erwachsenen in Deutschland finden, dass der Klimawandel die größte Herausforderung für die Menschen ist. Das hat eine aktuelle Umfrage ergeben. Die meisten Menschen in Deutschland möchten sogar, dass der Staat die Bürger dazu zwingt, ihr Verhalten zu verändern - zum Beispiel indem alles, was schädlich für unser Klima ist, teurer wird. 

Die Umfrage wurde von der Europäischen Investitionsbank gestartet. Sie ist die Bank der Europäischen Union und gibt auf der ganzen Welt Geld für den Klimaschutz aus. Die Bank hat für ihre Umfrage im August und September 2021 in 30 Ländern mehr als 30.000 Menschen befragt. 

Ein Viertel aller Staaten tut zu wenig für den Klimaschutz

Patricia Espinosa ist Chefin des Umweltsekretariats der Vereinten Nationen. (Foto: Mozamaniac cc-by-sa-4.0)
Patricia Espinosa
Der Ausstoß von Treibhausgasen verursacht den Klimawandel. (Foto: gemeinfrei)
Rauchende Schornsteine von Industrieanlage

Bonn, 25. Oktober. Die Chefin des Umweltsekretariats der Vereinten Nationen, Patricia Espinosa, hat die Staaten ermahnt, ihre Anstrengungen für den Klimaschutz zu verdoppeln. Sonst sei der Klimawandel nicht zu stoppen.

Ihre Mahnung ging vor allem an diejenigen Länder, die noch keine verbindlichen Zusagen zum Klimaschutz vorgelegt haben, obwohl sie sich auf der Klimakonferenz 2015 in Paris dazu verpflichtet hatten. Ein Viertel aller Staaten weltweit haben ihre Hausaufgaben bisher nicht gemacht, unter anderem Indien und China. In diesen Ländern würde der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen in den nächsten Jahren sogar noch steigen, sagte Espinosa.

Klimakonferenz startet am 1. November

Nächste Woche startet die nächste internationale Klimakonferenz in Glasgow. Patricia Espinosa geht jetzt davon aus, dass manche Länder während der Konferenz noch verbindliche Zusagen zum Klimaschutz machen werden. 

Mehr über den Klimawandel und seine Ursachen erfährst du hier.

20.000 Menschen bei Klimastreik in Berlin

Klimademo, (Foto: Tobias Moeritz cc-by-sa 4.0)
Menschen mit Banndern demonstrieren für das Klima

Bonn, 22. Oktober. Rund 20.000 Menschen aus ganz Deutschland haben in Berlin am Klimastreik von Fridays for Future teilgenommen. Die Jugendorganisation wollte damit ihre Forderungen an die neue Bundesregierung bekräftigen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene demonstrierten gemeinsam unter dem Motto "Ihr lasst uns keine Wahl" für mehr Klimaschutz.

Mehr über den Klimawandel und seine Ursachen erfährst du hier.

Rote Liste: Immer weniger Amphibien und Reptilien

Bei uns noch häufiger: Der Grasfrosch. (Foto: Losch cc-by-sa 3.0)
Grasfrosch im Wasser.
In Deutschland sehr selten: Die Würfelnatter lebt an natürlichen Flussläufen und jagt Fische. (Foto: Andrei Daniel Mihalca cc-by-sa)
Würfelnatter

Bonn, 17. August 2021. Schlechte Zeiten für Frösche und Kröten, Schlangen und Echsen: Amphibien und Reptilien sind die am meisten gefährdeten Tiergruppen in Deutschland. Das hat die neueste Rote Liste zutage gebracht, die das Bundesamt für Naturschutz im August veröffentlicht hat. Danach sind die Hälfte aller Amphibienarten und sogar zwei Drittel aller heimischen Reptilien gefährdet. Die Ursache dafür ist meistens, dass den Tieren der Lebensraum verloren geht. Auf intensiv bewirtschafteten Feldern und Wiesen, in reinen Fichtenwäldern oder zwischen Straßen und Häusern ist für die Tiere kein Platz mehr.

Lies hier mehr über Rote Listen.

Und hier erfährst du alles über Amphibien.

Lerne unsere heimischen Schlangenarten kennen!

Gericht entscheidet für die Jugend: Gesetz zum Klimaschutz muss verbessert werden

Auch die Industrie ist für den Klimawandel verantwortlich. (Foto: gemeinfrei)
Industrieanlage.
Zum Klimaschutz gehört es auch, weniger Auto zu fahren. (Foto: gemeinfrei)
Autos auf der Autobahn.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ist das höchtste deutsche Gericht. (Foto: gemeinfrei)
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.
Jugendliche demonstrieren beim Klimastreik im Sommer 2019 für mehr Klimaschutz. (Foto: Tobias Möritz cc-by-sa 4.0)
Klimastreik-Demonstration in Leipzig.

Berlin, 29. April 2021. Manchmal bekommen auch Politiker Hausaufgaben auf. Das Bundesverfassungsgericht hat gestern entschieden, dass die Bundesregierung das Gesetz zum Klimaschutz nachbessern muss. Das oberste deutsche Gericht findet nämlich, dass die Politiker nicht gut gearbeitet haben.

Was haben die Politiker falsch gemacht?

In dem Gesetz steht, wie das Klima bis zum Jahr 2030 geschützt werden soll. Was danach passiert, steht aber nicht im Gesetz. Dabei ist der Klimawandel bis 2030 noch lange nicht besiegt. Das Gericht hat nun entschieden, dass die Politiker schon jetzt Maßnahmen festlegen müssen, die auch nach 2030 noch wirken.

Für wen ist das wichtig?

Die Richter haben sich mit dem Gesetz beschäftigt, weil Jugendliche dagegen geklagt hatten. Sie warfen der Bundesregierung vor, sie im Kampf gegen den Klimawandel im Stich zu lassen. Denn wenn alle wirklich unbequemen Maßnahmen für den Klimaschutz auf später verschoben werden, dann müssen darunter vor allem diejenigen leiden, die dann erwachsen sind - also die Kinder und Jugendlichen von heute. Das sah das Gericht genauso. Jetzt haben die Politiker bis 2022 Zeit, ihre Hausaufgaben zu erledigen und das Gesetz zu verbessern.  

Neue Zahlen: Rund 130 Luchse streifen durch Deutschland

Luchse breiten sich in Deutschland nur langsam aus. (Foto: Joachim S. Müller cc-by-sa 3.5)
Luchs mit Jungtier.

Bonn, 1. März 2021. Die Luchse vermehren sich in Deutschland sehr langsam. Nach neuen Zählungen sind im vergangenen Jahr knapp 60 Jungtiere geboren. Darüber hinaus waren etwa 130 erwachsene Luchse in unseren Wäldern unterwegs. In diesen sechs Bundesländern gibt es Luchse: Bayern, Hessen, NIedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Luchse sind sehr scheu und benötigen große, ungestörte Waldgebiete.

Lies hier mehr über Luchse!

Neues Naturschutz-Gesetz soll Insekten besser schützen

Wiesen wie diese sind Lebensraum für viele verschiedene Insektenarten. (Foto: Sixta Görtz)
Blumenwiese im Mai.
Der Schmetterling Kleiner Fuchs. (Foto: Sixta Görtz)
Ein Kleiner Fuchs auf einer Skabioseblüte

Berlin, 12. Februar 2021. Ohne Insekten müssten wir auf viele Obst- und Gemüse-Sorten verzichten. Insekten sind für die Natur lebenswichtig. Deshalb hat die Bundesregierung beschlossen, Insekten jetzt besser zu schützen. Zu diesem Zweck wird das Bundes-Naturschutzgesetz geändert. Darin wird künftig zum Beispiel stehen, dass Wiesen und Weiden als Lebensräume für Insekten erhalten bleiben müssen. Außerdem werden bestimmte Pflanzenschutzmittel, die Insekten schaden, verboten. Und schließlich sollen Lampen verboten werden, die nachtaktive Insekten anlocken.

Lies hier mehr darüber, welche Aufgaben Insekten in der Natur haben und warum sie geschützt werden müssen.

Der Wald wird bunter und vielfältiger

Waldbesitzer sollen jetzt Mischwälder aus verschiedenen heimischen Baumarten pflanzen, die mit dem Klimawandel besser zurecht kommen. (Foto: gemeinfrei)
Herbstbunter Mischwald
Viele Fichten mussten in den vergangenen drei Sommern gefällt werden. Durch Hitze und Trockenheit waren sie krank geworden. (Foto: Sixta Görtz)
Fichtenstämme am Wegesrand

Bonn, 23. November 2020. Der Wald in Deutschland hat unter den trockenen Sommern der letzten drei Jahre gelitten. Viele Bäume sind krank geworden und mussten gefällt werden - vor allem Fichten. Nun sollen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer wieder neue Bäume pflanzen und bekommen dafür Geld vom Staat. Aber: Reine Fichtenwälder soll es in Deutschland in Zukunft nicht mehr geben. Deshalb hat unter anderem das Bundesland Nordrhein-Westfalen jetzt beschlossen, dass Waldbesitzer in den betroffenen Wäldern mindestens vier verschiedenen heimische Baumarten anpflanzen müssen. Denn: Durch den Klimawandel werden unsere Sommer wärmer und trockener. Mischwälder aus heimischen Baumarten kommen nach Ansicht von Forstwissenschaftlern damit viel besser zurecht als Nadelwälder.

Lies hier alles über den Wald.

Und hier findest du mehr über naturnahe Waldwirtschaft.

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Kinatschu Wald

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Herbst. (Foto: gemeinfrei)
RegenNasser Apfel Am Baum.

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