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Fall der Woche: Wie die Pflanzen den Winter überstehen


Schneeglöckchen gehören zu den allerersten Frühblühern. (Foto: Gemeinfrei)
Schneeglöckchen im Schnee

Das Wichtigste für die Pflanzen im Winter ist es, nicht zu erfrieren. Dazu haben sie ganz unterschiedliche Tricks auf Lager. Manche produzieren ein eigenes Frostschutzmittel, andere verschwinden einfach, wieder andere ziehen sich unter die Erde zurück. Lerne die Tricks der Pflanzen kennen.


Laubbäume ziehen im Herbst alle Nährstoffe aus den Blättern und lagern sie in ihren Zellen ein - auch den Farbstoff "Chlorophyll", der für die grüne Farbe zuständig ist. Deshalb sind die Blätter im Herbst so bunt. (Foto: gemeinfrei)
Herbstlich gefärbter Laubbaum
Auch diese Haselnusssträucher haben im Herbst ihre Blätter verloren und sind nun kahl. Aber schon im Spätwinter fangen sie wieder an zu blühen. (Foto: gemeinfrei)
Haselnusssträucher im Winter
Nadelbäume können Kälte und Schnee gut aushalten. Deshalb wachsen sie vor allem dort, wo es oft kalt ist - zum Beispiel im hohen Norden und im Gebirge. (Foto: gemeinfrei)
Nadelbäume im Schnee
Buschwindröschen gehören zu den Frühblühern. (Foto: Jörg Hempel cc-by-sa 2.0)
Buschwindröschen
Bei den Sonnenblumen überleben nur die Samen den Winter. In einem einzigen Sommer kann eine Sonnenblume keimen, drei Meter hoch wachsen und jede Menge großer Blüten ausbilden. (Foto: gemeinfrei)
Blühende Sonnenblume

Die Zellen, aus denen die Pflanzen aufgebaut sind, bestehen zum großen Teil aus Wasser. Wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus - die Zelle würde zerstört. Die Pflanzen müssen deshalb dafür sorgen, dass das nicht passiert.

Eigenes Frostschutzmittel

Bäume und Büsche trotzen dem stärksten Frost, indem sie den Zucker, den sie zwischen Frühling und Herbst mit ihren Blättern produziert haben, als Frostschutzmittel verwenden. Bevor der Baum seine Blätter im Herbst abwirft, entzieht er ihnen alle Nährstoffe und lagert sie in seinen Zellen ein. Der enthaltene Zucker hindert das Wasser in den Zellen am Gefrieren. Bäume haben außerdem noch eine Rinde, die kein Wasser enthält, sondern voller Luftpolster ist. Sie schützt den Stamm wie eine Daunenjacke.

Nadelbäume sind auch im Winter grün. Aber ihre Nadeln sind viel robuster als Blätter und durch eine dicke Wachsschicht vor dem Austrocknen und der Kälte geschützt.

Frühblüher verkriechen sich

Krokusse, Schneeglöckchen, Tulpen und Narzissen blühen im Frühjahr, sterben dann ab und verschwinden im Laufe des Sommers ganz. Das Geheimnis ihres Wiedererwachens liegt unter der Erde: Während die Pflanze über der Erde abstirbt, speichert sie alle Nährstoffe, die sie zum Leben braucht, in ihrer Wurzelknolle. Wenn die Sonne im Frühjahr die Erde wieder erwärmt, ist das das Startsignal für die Pflanze, wieder zum Vorschein zu kommen - aus der Knolle wächst ein neuer Keimling.

Nur die Samen überleben

Ringelblumen, Kornblumen, Sonnenblumen und viele andere Sommerblumen überlassen das Überleben ihren Kindern. Ihr gesamtes Leben dauert nur ein paar Monate, in denen sie keimen, wachsen, blühen, Samen bilden und absterben. Die Samen fallen auf die Erde und müssen dort den Winter aushalten. Das ist für die kleinen Kraftpakete aber nicht so schlimm, denn Samen enthalten kaum Wasser und bestehen aus sehr harten Zellen. Der Frost kann ihnen deshalb nichts anhaben - und im nächsten Frühjahr kann der ganze Kreislauf von vorne beginnen.

Unser Fall der Woche vom 2. bis 9. Dezember 2019

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Fall der Woche
Warum erfriert ein Baum im Winter nicht?

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Gewinner des letzten Wochenfalls war:

Charlotte.

Die Wochenfrage lautete:

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Und die richtige Antwort war:

B - Murmeltiere und Steinadler.

Herzlichen Glückwunsch!