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Lexikon

Was ist eigentlich Plankton?


(Foto: gemeinfrei)
Zooplankton unter dem Mikroskop

Als Plankton bezeichnet man alle Lebewesen im Meer und im Süßwasser, die sich nicht selbst fortbewegen können, sondern sich von der Wasserbewegung treiben lassen. Es gibt pflanzliches und tierisches Plankton. Plankton bildet die Lebensgrundlage für viele höhere Tiere.


Auch Quallen in allen Größen gehören zum Zooplankton. (Foto: gemeinfrei)
Qualle
Die Larven der Fische gehören ebenfalls zum Zooplankton. (Foto: gemeinfrei)
Fischlarven
Buckelwale gehören zu den Bartenwalen und ernähren sich von Plankton.(Foto: gemeinfrei)
Buckelwal
Diese kleine Garnele gehört zum antarktischen Krill. (Foto: Uwe Kils cc-by-sa)
Ein kleiner Krebs, der zum Krill gehört
Alles nur Sand? An vielen Stränden findet sich zwischen den Sandkörnern schon Mikroplastik. (Foto: gemeinfrei)
Sandstrand

Das Wort "Plankton" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Umhertreibend". Damit ist die wichtigste Eigenschaft des Planktons schon genannt: Plankton wird von Strömungen umhergetrieben, bewegt sich aber kaum selber fort. Die Größe des Planktons kann dagegen ganz unterschiedlich sein: Von der einzelligen Alge über winzige Krebstiere bis hin zur metergroßen Qualle. Auch die Larven von Fischen, Seesternen, Krabben und vielen anderen Meeresorganismen gehören zum Plankton. Zum pflanzlichen Plankton sagt man Phytoplankton, das tierische Plankton heißt Zooplankton.

Am Anfang der Nahrungskette

Plankton bildet die Lebensgrundlage für viele andere Lebewesen im Meer - auch für das Plankton selbst. Viele Arten des Zooplanktons fressen einzellige Algen - also Phytoplankton. Andere Arten fressen selbst noch kleinere Arten des Zooplanktons. Sie selbst werden von Fischen, Muscheln, Krebsen und vielen anderen gefressen. Es gibt sogar Wale, die sich ausschließlich von Plankton ernähren - zum Beispiel der riesige Buckelwal. Er gehört zu den "Bartenwalen". Barten sind Hornplatten, die am Oberkiefer der Wale wachsen. Wie mit einem feinen Kamm können die Wale damit das Plankton aus dem Meerwasser filtern.

Lies hier mehr über Bartenwale

Das bekannteste Plankton ist der Krill. 80 verschiedene Arten von Krustentieren werden zum Krill gezählt. Der Antarktische Krill, der rund um die Antarktis vorkommt, gehört zu den häufigsten Tierarten der Erde.

Plastik-Plankton

Immer mehr Mikroplastik treibt im Meer. Man spricht auch von "Plastik-Plankton", denn das Mikroplastik verhält sich genauso wie tierisches oder pflanzliches Plankton: Es wird von den Meeresströmungen umhergetrieben und von Tieren gefressen. Das Fiese am Mikroplastik ist, dass es sich mit Giftstoffen aus dem Wasser anreichert. So fressen die Tiere nicht nur das Plastik, sondern auch besonders viele Schadstoffe.

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