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Lexikon

Steckbrief Sonnenblume


(Foto: gemeinfrei)
Sonnenblumenfeld in der Abendsonne

 



Name:
Sonnenblume, Helianthus annuus (wissenschaftlich). Sie ist eine Art aus der Gattung der Sonnenblumen (Helianthus) innerhalb der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae)
Größe:
Von kleinwüchsig ("Zwerg-Sonnenblumen") bis 4,80 m ("Gigant-Sonnenblumen")
Herkunft:
west. Nordamerika und Mexiko
Blütezeit:
von Juli bis Oktober
 
 

Woher kommen die Sonnenblumen eigentlich?

Sonnenblumen stammen aus Südamerika. (Foto: Angelina S. / pixelio.de)
Sonnenblumenkopf

Die Sonneblume kommt eigentlich aus Südamerika. Spanische Seefahrer brachten die Sonnenblume mit nach Europa. Dort fand man bald heraus, dass sie nicht nur schön anzuschauen, sondern auch eine wirklich nützliche Pflanze ist. Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Sonnenblume in Russland und bald in ganz Osteuropa zur Ölgewinnung angebaut. Selbst heute noch sind die größten Anbaugebiete in Osteuropa, sowie in Frankreich und Nordamerika zu finden.


Warum dreht die Sonnenblume ihren Blütenstand zur Sonne?

Sonnenblumen richten ihre Blüte nach der Sonne aus. (Foto: gemeinfrei)
Sonnenblumen tagsüber auf einem Feld.

Die Sonnenblume sieht nicht nur aus wie eine Sonne, sie gehört auch zu den Pflanzen, die sich nach der Sonne ausrichten können. Die jungen Pflanzen machen das, indem sie während der Wachstumsphase den Stoff "Auxin" produzieren. Dieser sorgt dafür, dass die Pflanze auf der beschatteten Seite tagsüber ein winziges bisschen schneller wächst. Wissenschaftler nennen diese Fähigkeit "Heliotropismus". Nachts dreht sich die Blüte wieder zurück nach Osten, um den Sonnenaufgang zu erwarten. Bei ausgewachsenen Sonnenblumen funktioniert der Trick übrigens nicht mehr - sie schauen deshalb immer nach Osten.


Schlaraffenland für Insekten und Vögel

Sonnenblumen locken viele Bienenarten an. ('Foto: Sixta Görtz)
Sonnenblumenblüte mit Hummel

Für Insekten und Vögel sind  Sonnenblumen das reinste Schlaraffenland. Bienen und Hummeln kannst du an den Blüten besonders häufig beobachten. Sie sammeln Pollen und Nektar, den die Sonnenblumen reichlich produzieren. Sind die Blüten verblüht, reifen die Kerne und ziehen Singvögel an. Besonders Meisen und Stieglitze fressen sich mit den fetthaltigen Sonnenblumenkernen ein dickes Winterpolster an.


Aufzucht von Sonnenblumen

Sonnenblumen gibt es auch in Rot und Orange. (Foto: Lillysmum / pixelio.de)
Rotblütige Sonnenblume

Ungeduldige können Sonnenblumenkerne im März schon in Pflanztöpfen vorziehen. Ab Mai dürfen sie dann auch direkt ins Beet gesät werden. Achte darauf, dass du zwischen den Kernen reichlich Abstand einhältst. Sonnenblumen brauchen viel Sonne und haben einen hohen Nährstoffbedarf. Deshalb kannst du die Erde vorher mit Kompost oder Pferdemist düngen. Sonnenblumen blühen durchgehend von Juli bis Oktober und säen sich selbst wieder aus, so dass sie im nächsten Jahr von selbst aus der Erde sprießen.


Sonnenblumenkerne sind gesund

Sonnenblumenkerne sind gesund und vielseitig verwendbar. (Foto: gemeinfrei)
2 Hände halten Sonnenblumenkerne
Auch Singvögel wie diese Kohlmeise fressen gerne Sonnenblumenkerne. (Foto: gemeinfrei)
Meise auf Sonnenblumenblüte

Sonnenblumenkerne sind die Samen der Sonnenblume. Sie bestehen zur Hälfte aus hochwertigem Öl und enthalten neben Eiweiß außerdem Lezithin und Vitamine. Sonnenblumenkernöl ist besonders gesund, da es zu zwei Drittel aus ungesättigten Fettsäuren besteht. Diese Fettsäuren muss unser Körper mit der Nahrung aufnehmen, da er sie nicht selber herstellen kann. Aus Sonnenblumenkernen wird zum Beispiel Speiseöl oder Margarine gemacht.

Auch als Knabberei schmecken Sonnenblumenkerne gut. Und das Beste: Du darfst beim Knabbern wegen der vielen gesunden Inhaltsstoffe ein wirklich gutes Gewissen haben!

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(Foto: gemeinfrei)
Eine Biene auf einer Storchschnabel-Blüte

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