Bundesamt für Naturschutz BfN

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Lexikon

Bundesamt für Naturschutz


(Collage: BfN)
BfN-Logo vor Landschaft im Sonnenuntergang

Die Naturdetektive sind die Kinderseiten des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Doch was ist das eigentlich - das BfN? Und welche Aufgaben hat es?

1993 gegründet: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Das BfN-Gebäude in Bonn. (Foto: BfN)
Gebäude des BfN in Bonn

Schauen wir uns mal die Bestandteile des Namens an: "Bundesamt" bedeutet, dass es sich um eine Behörde handelt, die für ganz Deutschland zuständig ist. "Naturschutz" bedeutet, dass sie sich um die natürlichen Lebensgrundlagen unseres Landes kümmert, also um den Schutz der Tiere, Pflanzen und Landschaften. Das Bundesamt für Naturschutz hat seinen Sitz in Bonn in Nordrhein-Westfalen. Chefin des BfN ist Dr. Beate Jessel. Deren oberste Chefin wiederum und damit auch oberste Chefin des BfN ist die Bundesumweltministerin.

Aufgaben des BfN: Forschen und Fördern

Das BfN unterstützt Naturschützer dabei, den seltenen Wildkatzen zu helfen. (Foto: Thomas Stephan / BUND)
Junge Wildkatze
Auch Projekte zum Erhalt seltener Pflanzen in Deutschland werden vom BfN gefördert. (Foto: Thomas Meyer cc-by-sa)
Bayerisches Löffelkraut

Das Bundesamt für Naturschutz vergibt Forschungsaufträge. Wenn es zum Beispiel wissen will, wie sich bestimmte Handlungen des Menschen auf die Natur auswirken, beauftragt das BfN ein Forscherteam damit, das herauszufinden. Die Ergebnisse der Forschung werden vom BfN gesammelt und veröffentlicht.

Oft werden neue Naturschutzideen vom BfN auch direkt ausprobiert. So können die Wissenschaftler des BfN herausfinden, ob die Vorschläge von Biologen oder Naturschutzverbänden in der Wirklichkeit überhaupt funktionieren - zum Beispiel, wenn es darum geht, ausgestorbene Tierarten in Deutschland wieder anzusiedeln.

Wie der Stör in Deutschland wieder angesiedelt werden soll, erfährst du hier.

Das BfN fördert Naturschutzmaßnahmen. Wenn diese Maßnahmen für die Artenvielfalt in Deutschland besonders bedeutsam sind, werden die beteiligten Naturschutzverbände vom BfN beraten und finanziell unterstützt. Außerdem hilft das BfN den Bundesländern, wenn sie große Naturschutzgebiete oder Nationalparks einrichten wollen.

Aufgaben des BfN: Die Umweltministerin beraten

Das BfN berät das Umweltministerium zum Beispiel beim Thema "erneuerbare Energie". (Foto: Marco Barnebeck / pixelio)
Windkraftanlagen zwischen Feldern.

Die Wissenschaftler des BfN beraten das Bundesumweltministerium (BMU) in allen Fragen des Naturschutzes, des Artenschutzes und des Lebensraumschutzes für Tier und Mensch. So informieren die Wissenschaftler zum Beispiel darüber, welche Auswirkungen bestimmte politische Entscheidungen auf die Natur haben können und machen Vorschläge, wie die Natur besser geschützt werden kann. Die Forschungsergebnisse des BfN fließen auf diese Weise direkt in die Gesetze der Bundesregierung.

Aufgaben des BfN: Zusammenarbeit mit anderen Ländern

Zugvögel sind auch geschützt, wenn sie Ländergrenzen überqueren. Dafür sorgen internationale Abkommen. (Foto: Steve Garvie cc-by-sa)
Kranich im Flug
Goldsittiche sind nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) streng geschützt. (Foto: Derek Ramsay cc-by-sa )
Goldsittich auf Ast

Auch international ist das BfN aktiv. Es verhandelt im Auftrag der Bundesregierung mit anderen Ländern, um mit ihnen Vereinbarungen zum Naturschutz zu treffen. Danach muss das BfN dafür sorgen, dass diese Vereinbarungen hier bei uns auch eingehalten und angewendet werden. Dazu gehört zum Beispiel das "Ramsar-Programm" zum Schutz der Feuchtgebiete oder die "Bonner Konvention" zum Schutz wandernder Tierarten.

Wenn jemand besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten aus anderen Ländern nach Deutschland bringen will, muss er beim BfN eine Genehmigung dafür beantragen. So achtet das BfN darauf, dass die Vorgaben des Internationalen Artenschutzes eingehalten werden.  Das Abkommen, das viele Länder der Erde darüber abgeschlossen haben, heißt "Washingtoner Artenschutz-Abkommen", kurz "Cites".

Aufgaben des BfN: Daten zum Zustand der Natur sammeln

Die Zahlen der Feldhasen gehen zurück. (Foto: gemeinfrei)
Junger Feldhase in seiner Sasse

Das Bundesamt für Naturschutz überwacht in regelmäßigen Abständen den Bestand der wesentlichsten Tier- und Pflanzenarten und gibt die sogenannte „Rote Liste“ für Tier- und Pflanzenarten heraus. Diese „Roten Listen“ sind für viele Entscheidungen in Deutschland eine wichtige Hilfe.

Lies hier mehr über die "Rote Liste".

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Das BMU und seine Bundesämter

Eine Behörde nennt man "Bundesamt“, wenn sie zuständig ist für ganz Deutschland zuständig ist. Bundesämter arbeiten direkt einem bestimmten Bundesministerium zu. Jedes Ministerien kann etliche Bundesämter unter sich haben. Das Bundesumweltministerium (BMU) hat vier: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN), das Umweltbundesamt (UBA), das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE).

Die Bundesämter des Umweltministeriums haben eine Vielzahl von Aufgaben. Um den sogenannten "technischen Umweltschutz" kümmert sich das Umweltbundesamt. Dazu gehören Entwicklungen bei den erneuerbaren Energien, die Gift- und Müllvermeidung, die Reinhaltung der Gewässer, des Bodens und der Luft. Das Bundesamt für Strahlenschutz ist dafür zuständig, die Bundesregierung über die Strahlenbelastung durch Atomenergie oder durch natürliches Strahlenmaterial aus dem Boden zu beraten. Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit überwacht die Beseitigung radioaktiver Abfälle aus Atomkraftwerken.

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(Foto: Franz Menger / pixelio.de)
Blumen am Feldrand.

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