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Lexikon

Schutzfunktionen des Waldes


(Foto: Ökologix cc-by-sa 3.0)
Uralte Buche im Urwald Sababurg

Der Wald ist das Zuhause vieler Tier- und Pflanzenarten, er produziert saubere Luft zum Atmen, er schützt die Erde und filtert und speichert Trinkwasser. Alles zusammen nennt man die "Schutzfunktionen des Waldes".

Die Vielfalt der Arten im Wald

Bedrohter Waldbewohner: Ein Orang Utan. (Foto: Dirk Röttgen / pixelio)
Orang Utan, Portrait Nahaufnahme.
Stamm einer alten Buche. (Foto: W.J. Pilsak)
Buchenstamm mit vermoosten Wurzeln.
(Grafik: Jan Ebbersmayer cc-by-sa 3.0)
Grafik zur Fotosynthese

Rund die Hälfte aller an Land lebenden Tier- und Pflanzenarten weltweit leben im Wald. Die meisten von ihnen sind in den tropischen Regenwäldern zu Hause. Aber auch hier bei uns haben viele Pflanzen und Tiere im Wald ihre Heimat. Artenvielfalt ist sehr wichtig, wenn sich das Klima auf der Erde verändert. Denn je mehr verschiedene Tier- und Pflanzenarten es gibt, desto mehr von ihnen können sich an ein verändertes Klima anpassen.

Der Wald spendet Sauerstoff

Jedes Mal, wenn wir ausatmen, produzieren wir das Gas Kohlendioxid. Zum Einatmen brauchen wir aber Sauerstoff. Und der kommt aus den Pflanzen. Pflanzen nehmen mit ihren Blättern das Kohlendioxid aus der Luft auf. Mit Hilfe des Sonnenlichtes machen sie aus Wasser und Kohlendioxid etwas Neues  - nämlich Zucker und Sauerstoff. Den Zucker brauchen die Pflanzen zum Wachsen, aber einen Teil des Sauerstoffs geben sie wieder an die Luft ab. Diesen Vorgang nennt man Photosynthese.

Gesunde Luft zum Atmen

Im Wald passiert das jeden Tag milliardenfach. Deshalb ist der Wald ein riesiger Sauerstoffproduzent. Besonders wichtig ist der Wald, je mehr Kohlendioxid wir zusätzlich in die Luft pusten - durch Autoabgase, in der Industrie und beim Heizen. Wissenschaftler schätzen, dass es 3 Billionen Bäume auf der Welt gibt - gut so!

Der Wald ist ein riesiger Wasserspeicher

Der Waldboden filtert und reinigt das Wasser. (Foto: Löwenzahn / pixelio.de)
Ruhiger Bach im Wald.

Wenn es regnet, saugt der Waldboden das Regenwasser wie ein Schwamm auf. Auf seinem langsamen Weg durch die Bodenschichten des Waldes wird das Wasser gefiltert und gereinigt. Schließlich gelangt es als reines Trinkwasser in Bäche, Quellen und ins Grundwasser.

Ein Teil des Wassers wird von den Pflanzen verbraucht. Auch auf dem Weg durch Wurzel, Stamm und Blatt wird das Wasser gefiltert, verdunstet schließlich über die Blätter und gelangt so wieder in den Wasserkreislauf. Das geschieht aber viel langsamer als über offenen Wasserflächen. Der Wald ist also ein riesiger Süßwasser-Speicher.

Der Waldboden ist wertvoll

Bergwald schützt die Hänge vor Erosion. (Foto: Rainer Sturm / pixelio)
Bewaldetes Tal im Allgäu.

Die Wurzeln der Bäume halten die Erde fest. Wenn ein Wald gerodet und keine neuen Bäume gepflanzt werden, dann kann ein heftiger Regenguss riesige Mengen wertvoller Erde wegschwemmen. Der Boden wird arm an Nährstoffen und bald wächst hier nichts mehr. Diesen Vorgang nennt man "Erosion". Der Wald schützt den Boden vor Erosion. Auch an Berghängen ist das wichtig, denn hier kann Erosion dazu führen, dass ganze Hänge abbrechen und zu Tal rutschen.

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(Foto: Sixta Görtz)
Damwild im Wald

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Stockwerke des Waldes

Was ist eigentlich naturnahe Waldwirtschaft? Das wird dir hier erklärt:

Naturnahe Waldwirtschaft

Wieviel Sauerstoff produziert ein Baum?

Eine alte Buche. (Foto: gemeinfrei)
Stamm und Krone einer alten Buche

Eine alte Buche setzt pro Stunde 1,7 Kilogramm Sauerstoff frei. Soviel Sauerstoff verbrauchen 50 Menschen in einer Stunde. Und weil ohne Sauerstoff ein Leben auf der Erde nicht möglich wäre, ist die Photosynthese der wichtigste Vorgang auf der Erde.