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Lexikon

30 Jahre Grünes Band


Erkennungsschild des Grünen Bandes im Bundesland Thüringen. (Foto: Metilsteiner cc-by-sa 3.0)
Erkennungsschild des Grünen Bandes in Thüringen an einem Baumstamm

Mitten durch Europa zieht sich ein Streifen unberührter Natur: Das Grüne Band Europa. Es reicht vom eisigen Nordmeer bis hinunter an die warmen Küsten des Mittelmeeres und führt dabei durch 22 verschiedene Länder.

Was ist das "Grüne Band Europa"?

Mitten durch die Felder zieht sich ein naturbelassener Streifen - das Grüne Band. (Foto: Uwe Riecken / BfN)
Grünes Band zwischen Getreidefeldern.
Ein Feuerfalter. (Foto: gemeinfrei)
Feuerfalter auf Blüte
Vor 30 Jahren: Grenzbefestigungen zwischen Ost- und Westdeutschland. (Foto: PC fish cc-by-sa 3.0)
Grenzzaun und Wachturm an der deutsch-deutschen Grenze
Auf dieser Karte siehst du, wie sich das Grüne Band durch ganz Europa zieht. (Grafik: www.europeangreenbelt.org)
Europakarte mit Grünem Band.

Zwischen großen Getreidefeldern fließen flinke Bäche durch Sumpfland. Ein Urwald wächst inmitten von Kiefernplantagen. Eine wilde Flusslandschaft windet sich entlang  einer Großstadt. Alle diese Landschaften sind miteinander verbunden und verlaufen von Nord nach Süd. Zusammen bilden sie das "Grüne Band Europa".

Wie ist das Grüne Band entstanden?

Da, wo heute Natur ist, war früher eine streng bewachte Grenze, die den Kontinent Europa in zwei Hälften teilte - Osteuropa und Westeuropa. In Osteuropa herrschten damals Regierungen, die die Menschen unterdrückten und ihnen verboten, offen ihre Meinung zu sagen. Die Grenzen dieser Länder waren mit Stacheldraht, Wachtürmen und manchmal sogar mit hohen Mauern gesichert. Kein Mensch durfte sich in die Nähe der Grenze wagen. Es gab dort keine Häuser oder Straßen, keine Brücken über die Flüsse und niemand betrat ihre Ufer.

Heute gibt es diese Grenze nicht mehr, aber das Gebiet drum herum immer noch. Und es ist sehr wertvoll. Denn weil Menschen sich dort jahrzehntelang nicht aufhalten durften, konnte sich die Natur völlig ungestört entwickeln. Viele Naturschützer haben den Wert des Gebietes erkannt und vor 30 Jahren das "Grüne Band Deutschland" gegründet. Diese Idee war so gut, dass sich auch andere europäische Länder anschlossen und das "Grüne Band Europa" ins Leben riefen. Zäune und Wachtürme gibt es dort jetzt nicht mehr - aber viel Natur.

Seltene Tiere am Grünen Band

Laubfrosch. (Foto: Felix Reimann cc-by-sa 3.0)
Laubfrosch, Nahaufnahme
Hier kannst du einen Laubfrosch hören! Einfach auf Konstantin klicken.
Hamster konstantin

Die Landschaften, die durch das Grüne Band geschützt werden, sind ganz unterschiedlich: Es gibt dort Flussauen, Bäche, Wiesen und Wälder. Manchmal ist der Streifen des Grünen Bandes ganz schmal, an anderen Stellen aber Hunderte von Metern breit.  Und das Wichtigste: Das Grüne Band verbindet unterschiedliche Landschaften miteinander. Das ist für Wildtiere besonders wichtig, denn so können sie unbemerkt vom einen Lebensraum in einen anderen wechseln. Seltene Tiere, die in den Landschaften am Grünen Band leben, sind zum Beispiel Wildkatzen und Luchse, Fischotter, AuerhühnerLaubfrösche und Feuersalamander. Aber auch seltene Schmetterlinge, Käfer und Libellen kann man dort beobachten.

Wer kümmert sich um das Grüne Band?

Auch Schmetterlinge wie der Schwalbenschwanz leben auf den Wiesen im Grünen Band. (Foto: Claudia Brefeld / pixelio)
Schwalbenschwanz auf Fliederblüte.

Naturschutzorganisationen aus allen betroffenen europäischen Ländern arbeiten beim "Grünen Band Europa" zusammen. Sie achten darauf, dass sich die Natur dort auch weiterhin ungestört entwickeln kann. Sie beobachten die Tiere und Pflanzen im Grünen Band und berichten darüber, welche Arten dort leben. Die Regierungen verschiedener europäischer Länder unterstützen die Naturschützer bei ihrer Arbeit. In Deutschland zum Beispiel wird die Arbeit für das Grüne Band vom Bundesamt für Naturschutz begleitet.

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(Grafik: BfN)
Hamster Konstantin als Detektiv

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Schachbrettfalter. (Foto: gemeinfre)
Schachbrettfalter auf Blüte

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