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Lexikon

Artenschutzkonferenz


Zwei südliche Breitmaulnashörner. (Foto: gemeinfrei)
Zwei südliche Breitmaulnashörner

Mit wichtigen Entscheidungen für den Artenschutz im August die 18. Artenschutzkonferenz zu Ende gegangen. 3000 Teilnehmer aus 183 Ländern hatten zehn Tage lang in der schweizerischen Stadt Genf beraten und diskutiert.

Elfenbeinhandel und Nashornjagd bleiben verboten

Stoßzähne von Elefanten bestehen aus Elfenbein. Das Material war früher sehr begehrt, was fast zum Aussterben der Tiere geführt hätte. Heute ist der Handel mit Elfenbein zum Schutz der Elefanten weltweit verboten. (Foto: gemeinfrei)
Elefanten im Okavango-Delta
Giraffen werden nun besser geschützt. (Foto. gemeinfrei)
Giraffe
Erstmals durch CITES geschützt: Kurzflossen-Makohaie. (Foto: prochym / Adobe Stock)
Makohai im Meer
Das Logo der 18. Konferenz der Vertragsstaaten, die vom 17. bis 28. August 2019 in Genf stattfand. (Logo COP 18)
Logo der 18. ARtenschutzkonferenz

Eine wichtige Entscheidung der Konferenz: Der Handel mit Elfenbein bleibt verboten. Vier südafrikanische Länder hatten beantragt, dass der Elfenbeinhandel vorübergehend wieder erlaubt wird. Die Konferenz lehnte den Antrag aber ab.

Auch das südafrikanische Land Namibia konnte sich nicht durchsetzen. Es hatte gefordert, dass die Jagd auf Nashörner wieder erlaubt wird. In Namibia gibt es wegen strenger Schutzmaßnahmen seit einigen Jahren wieder mehr Nashörner als früher. Die Konferenz hat entschieden, dass die Tiere auch weiterhin geschützt bleiben sollen.

Auch Giraffen werden nun besser geschützt, denn ihre Zahl ist in den letzten 30 Jahren um fast die Hälfte geschrumpft.

Schutz für Meerestiere und exotische (Haus-)Tiere

Fast 150 verschiedene Reptilien-, Amphibien und Spinnenarten sind jetzt erstmals unter Schutz gestellt worden. Dabei ging es vor allem um Tierarten, die weltweit als exotische Haustiere begehrt sind. Bisher wurden sie einfach in ihrem Lebensraum eingefangen und in alle Welt verkauft. Das ist nun nicht mehr möglich. Zwar bleibt der Handel mit den Tieren erlaubt, aber er wird in Zukunft streng kontrolliert. Stärker kontrolliert wird auch der Fischfang. Wer Makohaie, Geigenrochen oder einige Seegurken-Arten fischen will, muss sich künftig an strenge Regeln halten.

3000 Teilnehmer aus 183 Ländern

Der unkontrollierte Handel mit seltenen Arten ist eine der größten Gefahren für die Artenvielfalt. Deshalb wurde 1975 in Washington, der Hauptstadt der USA, das "Übereinkommen über den internationalen Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzen-Arten" geschlossen - englisch abgekürzt "Cites". 183 Länder sind dem Übereinkommen inzwischen beigetreten.  

Die Vertreterinnen und Vertreter der Länder treffen sich alle drei Jahre zur sogenannten "Konferenz der Vertragsstaaten". Dann müssen sie darüber entscheiden, bei welchen Tier- und Pflanzenarten der Handel eingeschränkt oder sogar komplett verboten werden soll. Die nächste Konferenz findet 2022 in Costa Rica in Mittelamerika statt.

Was ist Cites eigentlich? Das erfährst du hier:

Mehr über CITES

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(Foto: Fiorellino cc-by-sa 3.0)
Graupapagei

Mehr über Cites und internationalen Artenschutz erfährst du im Thema des Monats:

Was ist Cites eigentlich?

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Mehr über Elfenbein

Afrikanischer Savannenelefant. (Foto: gemeinfrei)
Afrikanischer Elefant in der Steppe

Elfenbein wird aus den Stoßzähnen von Elefanten gewonnen. Früher wurden besonders wertvolle Schmuckstücke, Kunstgegenstände oder Musikinstrumente aus Elfenbein gemacht. Im Verlauf des letzten Jahrhunderts wurde die Nachfrage nach Elfenbein jedoch so groß, dass die Elefanten fast ausgerottet worden wären. 1989 beschlossen die CITES-Mitglieder ein komplettes Handelsverbot für Elfenbein aus Afrika. Trotzdem war es in einigen Ländern weiterhin erlaubt, Elfenbein aus Afrika zu kaufen. Deshalb machten Wilderer weiterhin Jagd auf die Tiere. Erst, seitdem 2017 auch in China der Elfenbeinhandel verboten wurde, werden deutlich weniger Elefanten durch Wilderer getötet.