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Lexikon

Füchse in der Stadt


(Foto: Geslin / mauritius images)
Fuchswelpe an Mülltonn

Durch die Straßen unserer Städte spazieren immer mehr Füchse. Allein in Berlin gibt es schon rund 4000. Obwohl sie weder ins Theater noch zum Shoppen gehen, lieben die Vierbeiner das Stadtleben.

Warum leben Füchse in der Stadt?

Dieser junge Fuchs wurde in Berlin von einer Wildtierkamera fotografiert. (Milena Stillfired / IZW)
Junger Fuchs, von einer Wildkamera fotografiert
Gibt es hier noch was zu holen? Füchse in der Stadt finden überall Futter. (Foto: John Mc Govern / mauritius images)
Fuchs an Müllkorb im Park
Gar nicht scheu: Dieser Fuchs mach einen Abendspaziergang im Park. (Foto: Neil Philipps / mauritius images)
Fuchs auf einem Weg im Park

Füchse leben in der Stadt, weil es bequem und sicher ist. Forscher haben festgestellt, dass Füchse in Wald und Feld auf der Suche nach Nahrung viel größere Gebiete durchstreifen müssen als Füchse in der Stadt. Mäuse und Ratten gibt es im Überfluss, in den Parks genügend offene Müllkörbe oder Reste vom letzten Picknick, in Gärten und Vorgärten kann man im Kompost wühlen oder die Futternäpfe der Haustiere plündern. 

Überall Verstecke

Auch genügend Verstecke gibt es in der Stadt. In Parkanlagen, größeren Gärten, in alten Industriegebieten, auf Friedhöfen, zwischen Bahngleisen und sogar an der Autobahn-Zufahrt ziehen Füchse ihre Jungen auf. Wichtig ist nur, dass keine Hunde vorbeikommen.

Clevere Stadtfüchse

Anders als die Füchse im Wald müssen Stadtfüchse sich auch im Verkehr auskennen. Doch das ist für die cleveren Vierbeiner die leichteste Übung. Obwohl in manchen deutschen Städten einige Tausend Füchse leben, werden nur sehr wenige von ihnen überfahren. Der schlaue Fuchs hat anscheinend gelernt, die Gefahren des Straßenverkehrs einzuschätzen. Auch wenn er sich vor fahrenden Autos in Acht nehmen muss - vor Jägern muss der Fuchs in der Stadt keine Angst haben. Das Jagen ist in der Stadt verboten.

Muss man vor Füchsen in der Stadt Angst haben?

Erwischt: Dieser Fuchs war in einem Garten auf Streifzug. (Foto: Rosemary Roberts / mauritius images)

Füchse kommen den Menschen in der Stadt manchmal recht nahe. Sie haben gelernt, dass von Stadtmenschen meist keine Gefahr ausgeht. Trotzdem sind Füchse Wildtiere mit einer gewissen Scheu vor Menschen. Diese Scheu ist wichtig, damit es zwischen Mensch und Tier nicht zu Problemen kommt. Deshalb solltest du Füchse nicht anfassen und auch nicht füttern! Angst muss man vor den Füchsen aber nicht haben.

Früher wurde von Füchsen eine Krankheit übertragen, die auch für Menschen gefährlich werden konnte - die Tollwut. Deshalb haben immer noch viele Erwachsene Angst vor Füchsen. Doch das ist unnötig: Schon seit 2008 wird die Krankheit bei Füchsen in Deutschland nicht mehr festgestellt.

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(Grafik: BfN)
Hamster Konstantin mit Lupe

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(Foto: gemeinfrei)
Eichhörnchen am Blumenkasten

Unsere Städte werden immer grüner. Mehr darüber hier:

Natur in der Stadt

Auch diese Tiere fühlen sich wohl in der Stadt:

Zu den Kaninchen.

Zu den Falken.

Zum Wildschwein.

Steckbrief Rotfuchs

(Foto: Malene cc-by 2.5)
Fuchs im Portrait

Verbreitung:
Gesamte Nordhalbkugel und Australien

Lebensraum:
Wald, offene Landschaften, Dörfer und Städte.

Größe:
Bis 1,20 lang

Gewicht:
5 kg bis 7,5 kg.

Nahrung:
Mäuse, Ratten, Kaninchen, Regenwürmer, Früchte, aber auch Speisereste und Tierfutter.

Anzahl Junge:
4 bis 6.

Lebensdauer:
Bis 14 Jahre in Gefangenschaft, in Freiheit eher 3 bis 5 Jahre.

Wissenschaftlicher Name:
Vulpes vulpes