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Lexikon

Insekten zählen


(Foto: gemeinfei)
Hummel auf Blüte

Insekten sind mit Abstand die größte Tiergruppe - und auch die Tiergruppe mit der höchsten Artenvielfalt. Allein in Deutschland gibt es 33.000 verschiedene Insektenarten. Finde heraus, wie viele verschiedene Krabbler in eurem Garten leben - mit dem "Insektensommer" des Naturschutzbundes!

Krabbeltiere-Zähl-Aktion: Mach mit!

Auch Insekten im Larvenstadium dürfen gezählt werden. Hier siehst du die Raupen einer Blattwespe. (Foto: lilyM cc-by 2.5)
Larven der Blattwespe
Mit einer Lupe kannst du dir die Insekten genauer anschauen. Hier siehst du den grün schillernden Rosenkäfer. (Foto: gemeinfrei)
Rosenkäfer auf Blüte

Jedes Jahr Anfang Juni und Anfang August veranstaltet der Naturschutzbund "NABU" eine Zählaktionen für Insekten. Mitmachen kann jeder - setz dich einfach an einem sonnigen, warmen und windstillen Tag eine Stunde lang in euren Garten und beobachte und zähle Insekten. Ihr habt keinen Garten? Nicht schlimm: Auch ohne Garten kannst du mitmachen. Such dir ein schönes Plätzchen in deiner Nähe - auf dem Spielplatz, im Park, auf dem Schulhof, am Feld- oder Waldrand.

Das brauchst du

Auf der Seite des NABU im Internet kannst du eine Zählhilfe zum Ausfüllen herunterladen. Dort kannst du alle gesichteten Insekten eintragen. Zusätzlich brauchst du noch eine gute Unterlage zum Sitzen, einen Stift und vielleicht eine Becherlupe, um dir die Krabbler genauer anzuschauen.

Welches Insekt ist das?

Schmetterlinge sind auffällig und auch nicht so schnell unterwegs. Das Tagpfauenauge kennst du bestimmt. (Foto: Valerye)
Auch dieser Schmetterling ist bei uns häufig. Er heißt "Admiral". (Foto: gemeinfrei)
Admiral auf Blüte

Du weißt zwar, wie eine Hummel aussieht, hast aber keine Ahnung, welche Hummelarten es gibt? Kein Problem. Insekten sind sehr vielfältig. Klar, dass da nicht jeder ein Insekten-Experte sein kann. Deshalb hat der NABU acht Insektenarten herausgesucht, die bei uns häufig vorkommen und leicht zu erkennen sind. Auf diese Insekten sollen alle Beobachter besonders achten. Dazu gehören zum Beispiel das Tagpfauenauge, die Steinhummel und der asiatische Marienkäfer. Steckbriefe über diese Tiere findest du hier.

Neben den acht vorgeschlagenen Arten darfst du natürlich auch alle anderen Insekten melden, die an deinem Beobachtungsplatz vorbeikommen. Einzige Voraussetzung: Du musst die einzelnen Arten richtig bestimmen. Dabei kann dir ein Bestimmungsbuch oder eine App für dein Smartphone helfen.

Wie zählt man eigentlich Ameisen und Mücken?

Hier kann man nur noch schätzen: Mückenschwarm im Abendlicht. (Foto: gemeinfrei)
Mückenschwarm im Abendlicht

Ameisen oder Mücken zählen? Das geht doch gar nicht! - Genau. Bei großen Tiergruppen kannst du unmöglich jedes einzelne winzige Insekt zählen. Aber darauf kommt es auch gar nicht an. Selbst die Wissenschaftler, die die Insekten erforschen, machen oft nur Schätzungen, wenn sie die Tiere nicht zählen können. Wenn du also Ameisen oder Mücken melden willst, dann versuche einfach, ungefähr abzuschätzen, wie viele es sind. Aber auch hier gilt: Du musst genau wissen, um welche Art es sich handelt.

Wozu eine Insekten-Zählaktion?

Hummeln, Bienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Käfer sind für die Bestäubung der Blüten zuständig. Für die Natur sind sie deshalb unverzichtbar. Hier siehst du eine Gartenhummel an einer Blüte des Drüsigen Springkrauts. (Foto: gemeinfrei)
Hummel an Springkraut
Der Nachtfalter "Taubenschwänzchen" fliegt auch tagsüber und ist aufgrund des Klimawandels inzwischen auch in Norddeutschland zu Hause. Ursprünglich kam er nur in wärmeren Regionen in Deutschland vor. (Foto: gemeinfrei)
Singvögel ernähren ihren Nachwuchs mit Insekten. Hier siehst du einen Gartenrotschwanz an einem Nistkasten. (Foto: wikinature cc-by-sa 3.0)
Gartenrotschwanz an Nistkasten

Insekten übernehmen in der Natur viele wichtige Aufgaben: Sie bestäuben zum Beispiel die Blüten, so dass Obst und Gemüse wachsen können. Ohne Bienen, Fliegen, Käfer und Schmetterlinge könnten wir keine Erdbeeren, Äpfel oder Tomaten essen. 80 Prozent aller Blütenpflanzen brauchen Insekten, um sich zu vermehren. Nur bei wenigen Pflanzen wird der Pollen durch den Wind von Pflanze zu Pflanze getragen. Insekten durchmischen den Boden, so dass aus abgestorbenen Pflanzenteilen wieder gute Erde werden kann. Sie dienen vielen anderen Tierarten als wichtigste Nahrung.

Insektenzahlen gehen zurück

Doch die Gesamtmasse der Insekten geht zurück. Wissenschaftler aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen vermuten, dass dort heute nur noch ein Viertel so viele Insekten herumfliegen wie vor 25 Jahren. Das kann schlimme Auswirkungen auf die Natur haben - wenn wir nichts dagegen tun.

Insekten in Deutschland

Nun will der Naturschutzbund NABU wissen, ob die Insektenzahlen überall in Deutschland zurück gehen und ob das auch für solche Insekten gilt, die bei uns eigentlich sehr häufig vorkommen sollten. Je mehr Menschen deutschlandweit mitmachen, desto besser kann man sich hinterher auf die gesammelten Zahlen verlassen - und desto mehr sagen sie darüber aus, wie es um die Insekten in Deutschland steht.

Warum gibt es weniger Insekten als früher?

Warum es heute viel weniger Insekten gibt als früher erfährst du hier:

Insekten in Gefahr!

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(Foto: Fritz Geller-Grimm cc-by-sa 3.0)
Gefleckter Schmalbock auf Blüte

Warum gibt es heute weniger Insekten als früher? Das erfährst du hier:

Insekten in Gefahr!

Erfahre hier noch viel mehr über Insekten:

Alles über Insekten.

Wusstest du, dass es in Deutschland mehr als 500 verschiedene Wildbienenarten gibt? Lies hier mehr:

Zu den Wildbienen.

Ein Naturgarten kann ein Paradies für Insekten sein:

Zum Naturgarten.

Wetten, dass du einer Landschaft ansehen kannst, ob in ihr viele Insekten und andere Wildtiere vorkommen? Probiere es aus:

Vielfalt in der Landschaft