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Lexikon

Hecht - (Sch)lauerjäger im See


(Foto: VDST Ludwig Migl)
Hecht im Wasser

Obwohl der Hecht bei uns sehr verbreitet ist, ist er in den meisten Gewässern nicht häufig. Doch das soll sich ändern: Der Lebensraum für Hechte und viele andere Bewohner der Flüsse und Seen soll sich verbessern.

Aggressiv, geschickt und erfolgreich

Eine Hecht-Hochzeit. (Foto: Herbert Frei)
Zwei Hechte zusammen am Gewässergrund
Mit seiner grün-bräunlichen Färbung und den gelben Flecken ist der Hecht im Schilf gut getarnt. (Foto: Gunter Daniel / VDST)
Hecht unter Wasser
Wenn Flüsse wieder natürlicher fließen dürfen, ist das auch für andere Tiere gut: Hier siehst du einen Weißstorch im Überschwemmungsgebiet der Mittelelbe. (Foto: Losch cc-by-sa 3.0)
Weißstorch im Sumpf
Hechte sind geschickte Räuber, die ihrer Beute zwischen Schilfhalmen auflauern. (Foto: prochym / fotolia.de)
Hecht im Wasser
Auch seltene Vögel, wie diese Bekassine, brauchen flache Überschwemmungszonen zur Nahrungssuche. (Foto: Alpsdake cc-by-sa 4.0)
Bekassine im flachen Wasser

Bis zu 1,30 Meter wird ein Hecht-Weibchen lang - und frisst dann zum Frühstück auch schon mal eine ausgewachsene Bisamratte oder eine unvorsichtige junge Ente. Mit spitzen, nach hinten gebogenen Zähnen im  Maul haben Hechte eine starke Waffe, mit der sie ihre Beute packen und nicht mehr loslassen. Und sie können still halten. Notfalls stundenlang. Doch wehe, ein ahnungsloses Beutetier schwimmt zu nahe vorbei. Dann schnellt der Hecht aus der Deckung und packt zu. Im dichten Schilfwald ist er mit seinem grünlichen, gefleckten Schuppenkleid perfekt getarnt.

Erfolgreiche Räuber

Hechte sind aggressive und erfolgreiche Jäger. Wenn sie erst einmal aus den Kinderschuhen herausgewachsen sind, kann sie so schnell nichts umhauen. Fische stehen auf ihrem Speiseplan, aber auch Wasservögel und Frösche. Sogar vor ihren eigenen Artgenossen schrecken Hechte nicht zurück. Besonders die Männchen sind in Gefahr, wenn sie sich nach der Paarung zu lange in der Nähe der Weibchen aufhalten. Dann können sie auch schon mal als Mittagessen enden.

Warum der Bestand dieser Tiere trotz dem zurück geht, liegt eher an der fehlenden Kinderstube: Den Hechten gehen die Laichplätze aus. Um ihre klebrigen Eier an passenden Pflanzen anzuheften, brauchen die Hechte Flachwasserzonen, in denen es schnell warm wird. Perfekt geeignet sind neben den Uferzonen der Seen auch überschwemmte Wiesen oder Nebenarme im Umfeld der Flüsse. Doch seit Flüsse mit Deichen und Befestigungen verbaut wurden, fehlen solche Überschwemmungsgebiete.

Zurück zur Natur

Das soll sich ändern: An vielen Flüssen hat man schon damit begonnen, Deiche zu verlegen und Uferbefestigungen wieder abzubauen. Wenn Deiche abgebaut oder verlegt werden, entstehen mit der Zeit wieder große Flachwasserzonen, in die das Wasser bei Hochwasser abfließen kann - und die Lebensraum für viele verschiedene seltene Tier sind.

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(Grafik: Anja Addis / BfN)
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Steckbrief Hecht

(Foto: Shao cc-by-sa 3.0)
Hecht mit Frosch im Maul

Familie:
Hechte

Verbreitung:
Europa, Asien, Nordamerika

Lebensraum:
Flüsse, Seen, große Teiche

Größe:
bis 1,30 Meter

Nahrung:
Fische, Frösche, Wasservögel, Bisamratten

Laichzeit:
März bis Mai

Lebensdauer:
bis zu 30 Jahre

Wissenschaftlicher Name:
Esox lucius

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(Foto: gemeinfrei)
Graureiher

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Ökosystem See

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