Bundesamt für Naturschutz BfN

Hauptbereichsmenü



Lexikon

So baust du eine Nisthilfe für Wildbienen!


(Foto: Fritz Geller-Grimm cc-by-sa 3.0)
Gehörnte Mauerbiene auf Löwenzahn-Blüte

561 verschiedene Wildbienenarten gibt es in Deutschland. Anders als Honigbienen leben Wildbienen nicht beim Imker und die meisten Wildbienen-Arten bilden auch keinen Staat. Sie sind Einzelgänger und werden deshalb "solitär lebende Bienen" genannt. Mit einer Nisthilfe kannst du die nützlichen und friedlichen Tiere in euren Garten locken.

Willkommen im Hotel Wildbiene!

Die "Rotschopfige Sandbiene" ist eine Wildbiene. (Foto: Hans-Jürgen Sessner)
Rotschopfige Sandbiene auf Blüte.
Die Wollbiene erinnert ein wenig an eine Wespe, ist aber genauso friedlich wie alle anderen Wildbienen-Arten. (Foto: Hans-Jürgen Sessner)
Wollbiene an Woll-Ziest
Aus solchen Bambusstäben kannst du eine prima Nisthilfe für Wildbienen basteln.
Bambus
Diese Nisthilfe aus Bambusstäben gefällt auch Hamster Konstantin. (Grafik: gemeinfrei)
Hamster Konstantin mit Bienenhotel

Wildbienen sind sehr nützliche Tiere. Wenn sie von Blüte zu Blüte fliegen, um Pollen und Nektar zu sammeln, dann bestäuben sie die Blüten dabei auch. Aus bestäubten Blüten wachsen Früchte und Gemüse. Viele Gemüse- und Obstsorten können wir nur deshalb essen, weil die Blüten zuvor von Bienen und anderen fliegenden Insekten bestäubt worden sind.

Was machen die Bienen im Bienenhotel?

Ein Bienenhotel ist kein Übernachtungsplatz, sondern eine Nisthilfe. In den Röhren der Nisthilfe legen die Wildbienen ihre Eier ab. Die Brut wächst darin geschützt heran und schlüpft im nächsten Frühjahr. An sonnigen Tagen im Frühjahr kannst du die Wildbienen an deinem Bienenhotel beim Nestbau beobachten. Übrigens brauchst du vor Wildbienen keine Angst zu haben: Sie sind sehr friedlich.

Mehr über Wildbienen erfährst du hier.

Nisthilfe nach Osten ausrichten

Wenn du eine der unten beschriebenen Nisthilfen gebaut hast und aufhängen willst, dann suche dir einen sonnigen, trockenen Platz und richte die Öffnungen deines Bienenhotels möglichst nach Osten aus. Die ersten Wildbienen werden deine Nisthilfe schon im März besuchen, aber auch im weiteren Verlauf des Frühlings und noch im Frühsommer kannst du dort Wildbienen beobachten.

So baust du eine Nisthilfe aus Holzklötzen

Bohre die Löcher in eine Längsseite des Holzklotzes. (Foto: Ra Boe cc-by-sa 3.0)
Nisthilfe aus Holzklotz

Das brauchst du:

Klötze oder Scheite aus Hartholz (du kannst zum Beispiel Birke, Buche, Esche, Eiche, Pflaume oder Apfel nehmen), einen Akku-Bohrer mit Holzbohrern zwischen 3 und 10 mm Stärke, Rundfeilen in den passenden Größen oder Schmirgelpapier und einen langen Nagel.

Das tust du:

Bohre mit dem Holzbohrer verschieden große Löcher in eine Längsseite des Holzklotzes (mehr kleine Löcher als große). Achte darauf, dass du die Klötze nicht ganz durchbohrst, denn die Bienen nehmen nur geschlossene Röhren als Brutplätze an. Nach dem Bohren schmirgle die Löcher von innen etwas aus, damit keine Späne hervorstehen, die die Bienen verletzen können. Benutze dafür eine Rundfeile oder einen Nagel, den du mit Schmirgelpapier umwickelt hast. Fertig ist dein Bienenhotel.

So baust du eine Nisthilfe aus Bambushalmen

Hier wurden die Bambusstäbe in einem Holzrahmen befestigt. Einfacher geht es mit einer leeren Konservendose. (Foto: gemeinfrei)
Bienenhotel aus Bambusstäben mit Biene

Wenn ihr Bambus im Garten habt oder du jemanden kennst, der gerne welchen abgibt, dann kannst du auch eine Nisthilfe aus Bambusstäben bauen. Das ist sogar noch einfacher als die Nisthilfe aus Holzklötzen.

Das brauchst du:

Bambusstangen, eine scharfe Rosenschere und eine leere, saubere Konservendose.

Das tust du:

Schneide die Stangen mit der Rosenschere in ca. 20 cm lange Stücke. Achte darauf, dass du immer hinter den Knoten abschneidest, an denen die Halme dicker sind. Dadurch haben deine Nisthöhlen einen natürlichen Abschluss. Stecke so viele Halme in die saubere Konservendose, dass sie fest darin sitzen (sie dürfen ruhig oben herausschauen). Fertig!

zurück

Mach mit beim Insektenschutz!

(Foto: Gerding / BfN)
Konstantin mit Blumenwiese

Pflanze ein Schlaraffenland für Insekten!

Zur Pflanzliste für bienenfreundliche Pflanzen

Weiterlesen...

(Foto: Fritz Geller-Grimm cc-by-sa 3.0)
Gefleckter Schmalbock auf Blüte

Warum gibt es immer weniger Insekten? Das erfährst du hier:

Insekten in Gefahr!

Wer schwirrt vor deiner Haustür? Finde es heraus - mit der Insketen-Zählaktion des Nabu. Hier erfährst du mehr:

Insekten zählen - mach mit!

Erfahre hier noch viel mehr über Insekten:

Alles über Insekten.

Wusstest du, dass es in Deutschland mehr als 500 verschiedene Wildbienenarten gibt? Lies hier mehr:

Zu den Wildbienen.

Ein Naturgarten kann ein Paradies für Insekten sein:

Zum Naturgarten.

Wetten, dass du einer Landschaft ansehen kannst, ob in ihr viele Insekten und andere Wildtiere vorkommen? Probiere es aus:

Vielfalt in der Landschaft