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Lexikon

Nistkasten und Bienenhotel:

Hilf den Tierkindern!

Eine Nisthilfe für Wildbienen: Das Bienenhotel

Die "Rotkopfige Sandbiene" ist eine Wildbiene. (Foto: Hans-Jürgen Sessner)
Rotkopfige Sandbiene auf Blüte.
Die Wollbiene erinnert ein wenig an eine Wespe, ist aber genauso friedlich wie alle anderen Wildbienen-Arten. (Foto: Hans-Jürgen Sessner)
Wollbiene an Woll-Ziest

Wildbienen sind sehr nützliche Tiere. Wenn sie von Blüte zu Blüte fliegen, um Pollen und Nektar für ihre Brut zu sammeln, dann bestäuben sie die Blüten dabei auch. Aus bestäubten Blüten wachsen Früchte und Gemüse. Viele Gemüse- und Obstsorten können wir nur deshalb essen, weil die Blüten zuvor von Bienen und anderen fliegenden Insekten bestäubt worden sind.

Was machen die Bienen im Bienenhotel?

Ein Bienenhotel ist kein Übernachtungsplatz, sondern eine Nisthilfe. In den Röhren des Nistplatzes legen die Wildbienen ihre Eier ab. Die Brut wächst darin geschützt heran und schlüpft im nächsten Frühjahr. An sonnigen Tagen im Frühjahr kannst du die Wildbienen an deinem Bienenhotel beim Nestbau beobachten. Übrigens brauchst du vor Wildbienen keine Angst zu haben: Sie sind sehr friedlich.

Mehr über Wildbienen erfährst du hier.

So baust du eine Nisthilfe aus Holzklötzen

Bohre die Löcher in eine Längsseite des Holzklotzes. (Foto: Ra Boe cc-by-sa 3.0)
Nisthilfe aus Holzklotz

Das brauchst du:

Klötze oder Scheite aus Hartholz (du kannst zum Beispiel Birke, Buche, Esche, Eiche, Pflaume oder Apfel nehmen), einen Akku-Bohrer mit Holzbohrern zwischen 3 und 10 mm Stärke, Schmirgelpapier und einen langen Nagel.

Das tust du:

Bohre mit dem Holzbohrer verschieden große Löcher in eine Längsseite des Holzklotzes (mehr kleine Löcher als große). Achte darauf, dass du die Klötze nicht ganz durchbohren, denn die Bienen nehmen nur geschlossene Röhren als Brutplätze an. Wickle zum Schluss das Schmirgelpapier um den Nagel und schmirgele die Gänge von innen etwas aus, damit keine Späne hervorstehen, die die Bienen verletzen können. Fertig ist die Nisthilfe.

So baust du eine Nisthilfe aus Bambushalmen

Hier wurden die Bambusstäbe in einem Holzrahmen befestigt. Einfacher geht es mit einer leeren Konservendose. (Foto: gemeinfrei)
Bienenhotel aus Bambusstäben mit Biene

Wenn ihr oder Freunde von euch Bambus im Garten haben, dann kannst du auch eine Nisthilfe aus Bambusstäben bauen. Das ist sogar noch einfacher als die Nisthilfe aus Holzklötzen.

Das brauchst du:

Bambusstangen, scharfe Rosenschere und eine leere, saubere Konservendose.

Das tust du:

Schneide die Stangen mit der Rosenschere in ca. 20 cm lange Stücke. Achte darauf, dass du immer hinter den festen Knoten abschneidest, an denen die Halme dicker sind. Dadurch haben deine Nisthöhlen einen natürlichen Abschluss. Stecke so viele Halme in die saubere Konservendose, dass sie fest darin sitzen (sie dürfen ruhig oben herausschauen) und lege das Ganze an einen sonnigen, trockenen Platz. Fertig!

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Ein Nistkasten für Vögel

(Foto: gemeinfrei)
Nistkasten am Baum

Meisen, Spatzen, Stare und viele andere heimische Singvögel sind Höhlenbrüter. Sie bauen ihre Nester in Baumhöhlen oder Mauerritzen. Aber auch ein Vogelnistkästen wird von ihnen gerne angenommen. Mit der Hilfe eines Erwachsenen kannst du einen Vogelnistkasten ganz einfach selber bauen. Auf der Seite des Naturschutzbundes NABU findest du Baupläne für unterschiedliche Nistkästen:

Zum Bauplan für einen Meisenkasten.

Zum Bauplan für ein Spatzenhaus.

Zum Bauplan für ein Haus für Mauersegler.