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Lexikon

Warum sterben Tiere eigentlich aus?


(Foto: gemeinfrei)
Dinosaurier in Landschaft

Vor 65 Millionen Jahren starben die Dinosaurier aus, weil ein riesiger Meteorit auf die Erde gestürzt war und der aufgewirbelte Staub jahrzehntelang die Sonne verdunkelte. Doch auch nach dem Ende der Dinos sind immer wieder Tiere und Pflanzen für immer von der Erde verschwunden. Warum? Das erfährst du hier.

Warum Tier- und Pflanzenarten aussterben

Meister der Anpassung: Das schmalblättrige Geiskraut kommt eigentlich aus Afrika. Bei uns wächst es sogar entlang der Autobahn. (Foto:Kristian Peters cc-by-sa 3.0)
Schmalblättriges Geiskraut
Straßen zerschneiden Lebensräume. (Foto: Rufus 46 cc-by-sa 3.0)
Autobahn.
Manchen Tierarten gelingt eine Anpassung an das Leben in der Stadt - vielen aber nicht. (Foto: Epizentrum cc-by-sa 3.0)
Frankfurter Bankenviertel.
Solche Felder bieten kaum Lebensraum.(Foto: Monginoux, www.landschaft-foto.de)
Abgeerntetes Feld.
Obwohl es überall auf der Welt verboten ist, werden Tiger von Wilderern gejagt - dadurch sind sie vom Aussterben bedroht. (Foto: Tarek cc-by-sa 2.5)
Sibirischer Tiger

In der Natur überleben diejenigen Arten, die sich schneller vermehren können oder bei der Nahrungssuche erfolgreicher sind. Auch wer sich besser an neue Lebensräume anpassen kann, ist im Vorteil. Weil die Dinosaurier ausstarben, konnten sich andere Tierarten entwickeln - zum Beispiel viele verschiedene Säugetier-Arten. Das dauerte Millionen von Jahren.

Jede Art hängt von der anderen ab

Weil die Tiere und Pflanzen in einem Lebensraum voneinander abhängig sind, wirkt es sich auch auf andere aus, wenn eine Tier- oder Pflanzenart ausstirbt. Die Raupen des Apollofalters zum Beispiel ernähren sich ausschließlich von weißem Mauerpfeffer, einer kleinen Blühpflanze. Würde diese Pflanze verschwinden, dann müsste sich der Schmetterling an andere Futterpflanzen anpassen. Je mehr Zeit er dazu hat, desto besser gelingt ihm die Anpassung.

Die Erde hat sich verändert

In der Neuzeit hat sich unsere Erde jedoch immer schneller verändert - nicht durch einen Meteoriten, sondern durch den Menschen. Er hat fast alle Naturlandschaften umgestaltet, um Siedlungen und Straßen zu bauen, Energie zu gewinnen, Nahrungsmittel anzubauen und Holz zu ernten. Das hat auch dazu geführt, dass viele Tiere und Pflanzen selten geworden oder sogar ausgestorben sind. Ihr Lebensraum hatte sich in zu kurzer Zeit zu stark verändert, so dass sie sich nicht anpassen konnten.

Jagd und Handel

Auch Jagd und Handel mit seltenen Tieren und Pflanzen können zu ihrer Ausrottung führen. Zwar ist die Jagd auf viele seltene Arten weltweit verboten und der Handel mit ihnen verboten oder zumindest streng geregelt, doch für manche Arten kamen diese Verbote zu spät.

Mehr darüber kannst du hier lesen: CITES - Artenschutz international

Sie sind wieder da: Wolf, Luchs, Wildkatze und Uhu

Luchs im Bayerischen Wald. (Foto: Martin Mecnarowski / www.photomecan.eu cc-by-sa 3.0)
Zwei Uhujunge am Brutplatz.
In vielen Mittelgebirgen kommen wieder kleine Uhus zur Welt. (Foto: Michael Gerritzen)
Luchs im Schnee.
Im Nationalpark Eifel soll sich der Wald wieder natürlich entwickeln. Das hilft auch seltenen Tieren und Pflanzen.(Foto: Nicole Kolster / nationalpark eifel)
Wald mit abgestorbenen Bäumen.
Solche Wehre sollen nach und nach abgebaut werden, damit die Fische wieder freie Bahn haben.(Foto: Maja Dumat / pixelio.de)
Altes Wehr.

Inzwischen haben die Menschen gemerkt, wie wichtig die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten für unsere Erde ist. Auch wenn weltweit immer noch Tiere und Pflanzen aussterben, setzen sich viele Menschen für den Schutz der Natur ein. So hat sich einiges verbessert.

Naturschutz

Seltene Tier- und Pflanzenarten stehen bei uns unter Naturschutz. Schutzgebiete und Nationalparks entstehen. Luft und Wasser sind sauberer geworden, weil Industrieunternehmen Abwasser und Abgase filtern müssen. Gleichzeitig finden Forscher immer mehr über die Tiere heraus, so dass Maßnahmen zu ihrem Schutz verbessert werden können.

Lies hier mehr über Naturschutz

Wölfe in Deutschland

Manche Tiere, die bei uns als ausgerottet galten, sind deshalb schon zurück gekommen: Wölfe, Luchse und Wildkatzen zum Beispiel vermehren sich wieder bei uns. Lachse wandern den Rhein hinauf, um in den Nebenflüssen zu laichen, und Uhus brüten in den Mittelgebirgen.

Es gibt noch viel zu tun

Und es gibt noch viel mehr zu tun: Kleine Wälder, die durch Straßen oder  Siedlungen zerschnitten sind, sollen wieder miteinander verbunden werden. So können sich Luchse und Wildkatzen neue Reviere suchen. In den Flüssen werden nach und nach alte Wehre abgebaut, so dass noch viel mehr Lachse ihre Laichgebiete wieder erreichen können. Neue Nationalparks entstehen, in denen seltene Arten ungestört leben können.

Tiere und Pflanzen, die ausgestorben sind, kommen nicht mehr zurück. Aber Natur- und Artenschutz beschützen diejenigen, die noch da sind - damit es unseren Tieren und Pflanzen am Ende nicht ergeht wie den Dinosauriern.

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(Grafik: T. Weiss_pixelio / BfN)
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(Foto: gemeinfrei)
Frosch im Wasser mit Schmetterling auf dem Kopf

Lies hier mehr über die biologische Vielfalt:

Zur biologischen Vielfalt

Hier erfährst du mehr über Wölfe in Deutschland:

Zu den Wölfen.

Hier gibt es mehr Infos über Wildkatzen:

Zu den Wildkatzen.

Und hier findest du alles über die größte Eule der Welt:

Zum Uhu