Bundesamt für Naturschutz BfN

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Lexikon

Biologische Vielfalt in Gefahr!


(Foto: gemeinfrei)
Laubfrosch auf Ast

Im "Artenschutzreport" berichtet das Bundesamt für Naturschutz (BfN) über den Zustand der Artenvielfalt in Deutschland. Der letzte Report ist 2015 erschienen und sein Ergebnis ist alarmierend: Ein Drittel aller bisher gezählten und erfassten Tier- und Pflanzenarten in Deutschland ist gefährdet.

Tier- und Pflanzenarten in Gefahr!

Von den wirbellosen Tiere, zu denen auch die Insekten gehören, ist fast die Hälfte als "gefährdet" einzustufen.(Foto: Sixta Görtz)
Vierfleck-Libelle vor Steinen

Der Zustand der Wirbellosen, zu denen zum Beispiel auch die Insekten zählen, ist sogar noch schlechter: In dieser Tiergruppe gilt sogar fast die Hälfte als gefährdet. Die Bundesregierung hatte sich eigentlich zum Ziel gesetzt, den Verlust der Biologischen Vielfalt in Deutschland aufzuhalten. Doch das hat sie bisher nicht geschafft.

Anstrengungen im Artenschutz verstärken!

Große Äcker haben Hecken, Wäldchen und Brachflächen verdrängt. Hier finden Wildtiere weder Unterschlupf noch Nahrung. (Foto: B. Monginoux www.landschaft-foto.com cc-by-nc-nd)
Riesiges, abgeerntetes Feld
Auch die Feldhasen sind in ihrem Bestand zurück gegangen, weil sie unter der intensiven Landwirtschaft leiden. (Foto: Furu Maru cc-by-sa 3.0)
Feldhase auf Wiese
Abwechslungsreiche Landschaften bieten vielen Wildtieren Lebensraum. (Foto: Ulrich Still cc-by-sa 2.0)
Strezuobstwiese im Mittelgebirge
Auf einer artenreichen Wildwiese leben auch viele verschiedene Tierarten. (Foto: Andreas Gruhl / fotolia.de)
Blumenwiese
Wenn Landschaften abwechslungsreich sind, ist auch Platz für Tiere und Pflanzen. (Foto: gemeinfrei)
Felder, Bäume und Feldweg
Erfolg im Artenschutz: Wölfe sind in Deutschland wieder heimisch. (Foto: gemeinfrei)
Wolf

In Deuschland gibt es ungefähr 48.000 Tierarten, 9500 Pflanzen- und 14.400 Pilzarten. Insgesamt 32.000 heimische Tier-,  Pflanzen- und Pilzarten sind bisher untersucht worden. Dabei zeigte sich, dass 31 Prozent von ihnen in ihrem Bestand gefährdet sind. Insekten- und Vogelarten gehen besonders stark zurück. Naturschützer und Wissenschaftler fordern, dass alle ihre Anstrengungen verstärken müssen, um den Artenrückgang zu stoppen.

Wilder Lebensraum ist knapp

Ursache für den Artenschwund ist vor allem, dass wir Menschen die Landschaft nutzen und dabei nicht genügend dafür tun, dass es auch wild lebenden Pflanzen und Tieren gut geht. Riesige Ackerflächen sind für die Landwirte praktisch, aber für die Wildtiere schlecht. Wenn es zwischen den Feldern keine Hecken und Wäldchen mehr gibt, finden die Tiere keinen Unterschlupf und keine Nahrung. Wenn Straßen und Siedlungen dort gebaut werden, wo es für uns am praktischsten ist, dann kann es passieren, dass die Wildtiere nicht mehr in ihre angestammten Lebensräume wandern oder keine neuen Reviere erschließen können, weil ihnen die Menschen den Weg abgeschnitten haben.

Deshalb fordern Wissenschaftler und Naturschützer, dass in Deutschland wieder mehr Platz für Wildnis geschaffen wird. Um Tieren und Pflanzen genug Lebensraum zu bieten, sollen mehr Wälder unbewirtschaftet bleiben. Neue Flussauen könnten entstehen, indem man einfach die Deiche verlegt, die die Flüsse begrenzen. Und wenn früher Moorgebiete trocken gelegt wurden, um daraus fruchtbares Ackerland zu gewinnen, dann soll das wieder rückgängig gemacht werden. Rund um Äcker, Straßen und Siedlungen empfehlen die Experten sogenannte "Pufferstreifen". Das sind Flächen, die nicht genutzt werden und dadurch den Wildtieren Unterschlupf bieten können.

Auch gute Nachrichten

Aber im Artenschutzreport gibt es auch gute Nachrichten: Bei ganz bestimmten einzelnen Tierarten war der Artenschutz sehr erfolgreich. So haben sich Tierarten wieder angesiedelt oder vermehrt, die bei uns als stark gefährdet oder schon ausgestorben galten - wie zum Beispiel Wolf, Seeadler und Wildkatze. Doch Ansiedlungen einzelner Arten oder spezielle Schutzmaßnahmen können den Schwund vieler anderer Arten nicht verhindern. Die Vorschläge des BfN dagegen würden vielen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten zugute kommen.

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(Grafik: BfN)
Hamster Konstantin mit Lupe

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(Foto: gemeinfrei)
Frosch mit Schmetterling

Was bedeutet der Begriff "Biologische Vielfalt" überhaupt und warum ist sie so wichtig? Das erfährst du hier:

Biologische Vielfalt

Das kannst du für die Artenvielfalt tun: So  machst du aus eurem Garten einen vielfältigen Lebensraum für Tiere:

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Mancherorts in Deutschland gibt es besonders viele seltene Tiere und Pflanzen. Hier erfährst du, wo:

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